Mit Esel und Hund zu Fuß nach Kärnten

Roklum  Barbara Becker hat etwas Besonderes vor: Sie wandert zu Fuß nach Kärnten.

Mit dem 15 Jahre alten Esel Wanda, der das Gepäck trägt, und dem acht Jahre alten Hund Eddie wandert Barbara Becker nach Kärnten.

Mit dem 15 Jahre alten Esel Wanda, der das Gepäck trägt, und dem acht Jahre alten Hund Eddie wandert Barbara Becker nach Kärnten.

Foto: Meyer

Unterwegs ist die Hauswirtschafterin aus Brodersby/Schlei mit dem 15 Jahre alten Esel Wanda, der das Gepäck trägt, und dem acht Jahre alten Hund Eddie. „Meine Mutter stammt aus Pusarnitz. Ich bin an der Schlei geboren und möchte zwischen diesen beiden Polen die Menschen und die Landschaft genauer kennenlernen“, erklärte sie dem Ehepaar Hanna und Hans-Georg Miehe in Roklum. Ihr Vorhaben funktioniere nur zu Fuß so richtig. „Man sieht genauer und mehr.“

Auf ihrer Etappe von Schliestedt, wo sie auf einem grünen Platz hinter einer Scheune übernachtete, nach Roklum sah sie am Ortsrand Miehes Pferdeweide. „Wenn ich Pferde oder eine Koppel sehe, frage ich die Leute, ob ich bleiben darf“ erklärte die Wandersfrau.

Bei einigen Uehrdern habe sie Kaffee und Eis bekommen. Bei Miehes gab es nach einer Nacht an der frischen Luft in der Hollywoodschaukel am anderen Morgen sogar Frühstück. Kurz danach fuhr Pferdefreund Hans-Georg Miehe den seltenen Gast mit dem Auto in Richtung „Großes Bruch“ und erklärte die weitere Wanderstrecke – an Veltheim vorbei durch den Höhenzug Großer Fallstein. Für Miehes, so betonen sie, sei diese Hilfsbereitschaft eine Selbstverständlichkeit.

Im Smartphone hat die 49-Jährige ihre gesamte Wanderroute gespeichert. Nur als Ergänzung nutzt sie auch einige Landkarten. Regen störe sie nicht, nur bei einem Gewitter sucht die Betreiberin einer Eselkoppel Schutz. Ende September soll das Ziel erreicht sein.

„Am 3. Oktober will ich in Kärnten meinen 50. Geburtstag feiern.“ Bei guter Wetterlage schafft Barbara Becker im Schnitt 20 Kilometer täglich .

Alle drei Wochen bekommt sie unterwegs Besuch von ihrem Mann Thomas. Er war es auch, der sie gemeinsam mit den Tieren im Auto mit Anhänger vor wenigen Wochen bis nach Uelzen brachte.

Bereits vor einem Jahr fand der Probelauf von Brodersby bis hierhin statt.

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