Landkreis bestätigt: 2 Tuberkulose-Fälle in Kita Abbenrode

Abbenrode.  Ein Mitarbeiter ist an TBC erkrankt, ein Kind positiv getestet. Die Kita bleibt geöffnet. Laut Gesundheitsamt besteht keine Gefahr.

Im Kindergarten Elmzwerge in Abbenrode gibt es derzeit einen Tuberkulosefall.  Für Mitarbeiter und Kinder bestehe derzeit keine Gefahr, sagt Bürgermeister Detlef Kaatz.

Im Kindergarten Elmzwerge in Abbenrode gibt es derzeit einen Tuberkulosefall. Für Mitarbeiter und Kinder bestehe derzeit keine Gefahr, sagt Bürgermeister Detlef Kaatz.

Foto: Stephanie Memmert

In der Kindertagesstätte Elmwichtel der Ortschaft Abbenrode gibt es zwei Tuberkulose-Fälle. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ist erkrankt. Das teilte Cremlingens Bürgermeister Detlef Kaatz am Dienstagmorgen mit. Im Verlauf des Tages wurde klar, dass es einen zweiten TBC-Fall gibt: Ein Kind, das in der Einrichtung betreut wird, ist positiv getestet worden. Der Kindergarten bleibt vorerst geöffnet.

„Die Entscheidung darüber obliegt dem Gesundheitsamt Wolfenbüttel“, sagte Kaatz gegenüber unserer Zeitung. „Wir gehen davon aus, dass mit den getroffenen Maßnahmen keine Gefahr mehr für Kinder und Erzieherinnen und Erzieher besteht. Die Einrichtung bleibt daher auch geöffnet“, sagte Andree Wilhelm, Pressesprecher des Landkreises Wolfenbüttel.

Kaatz betonte, er wolle den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin zum Schutz der eigenen Persönlichkeitsrechte nicht näher bezeichnen und bat dafür um Verständnis. Unterdessen berichtet Wilhelm weiter, dass alle 22 Kinder sowie deren Erzieherinnen und Erzieher auf TBC getestet worden seien. Das infizierte Kind werde mit Medikamenten behandelt. Bei Kindern erfolge zuerst ein sogenannter „Tuberkulin-Hauttest“. Anschließend werde der Brustkorb geröntgt, um zu sehen, ob möglicherweise bereits Veränderungen an der Lunge sichtbar seien. Wilhelm: „Außerdem wird zur Prophylaxe ein Medikament verordnet.“ Bei den Erwachsenen erfolge eine Blutuntersuchung. Hierbei werde geschaut, ob die Person schon einmal mit Tuberkelbakterien in Berührung gekommen sei. Das positive Ergebnis sage noch nicht aus, dass jemand an Tuberkulose erkrankt sei. Dann werde auch hier der Brustkorb geröntgt.

Doch nicht nur die Kinder und Mitarbeiter der Einrichtung stehen im Fokus des Gesundheitsamtes. Es würden auch alle Kinder und Erwachsenen getestet, die in den vergangenen Wochen mindestens acht Stunden Kontakt zur erkrankten Betreuungsperson hatten, so Wilhelm weiter. Daher untersuche das Gesundheitsamt in den nächsten Tagen auch alle Menschen, die in engem Kontakt zur Kita und zur Gemeinde stünden. Nach Angaben des Bürgermeisters hätten die Untersuchungen der Kinder und Mitarbeiter Montag begonnen und würden noch mehrere Tage dauern. „Die Ergebnisse liegen in Gänze derzeit noch nicht vor“, so Kaatz. Er versicherte, dass eine Gefahr für die Mitarbeiter und Kindergartenkinder im Moment nicht bestehe.

Bereits am Donnerstag vergangener Woche habe es, so Kaatz, einen gemeinsamen Infosabend von Gesundheitsamt, Gemeinde und Eltern der Kita gegeben. Dabei sei über die Infektionswege, die Auswirkungen der Krankheit und notwendige Test informiert worden. Die Gemeinde habe alle notwendigen Schritte eingeleitet.

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