Grillen in Wolfenbüttel, um anderen Wünsche zu erfüllen

Wolfenbüttel.  Die Benefizveranstaltung zugunsten des Wünschewagens auf dem Gelände des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) kann als Erfolg verbucht werden.

Organisator Christian Behrens (von links) mit Martin Winter (Vorstandsvorsitzender ASB-Regionalverband), Thorsten Nowak (BBQ-Elfen), Julia-Marie Meisenburg (ASB) und Joachim Uebermutth (Geschäftsführer ASB-Regionalverband) vor dem Wünschewagen. 

Organisator Christian Behrens (von links) mit Martin Winter (Vorstandsvorsitzender ASB-Regionalverband), Thorsten Nowak (BBQ-Elfen), Julia-Marie Meisenburg (ASB) und Joachim Uebermutth (Geschäftsführer ASB-Regionalverband) vor dem Wünschewagen. 

Foto: Frank Schildener

„Elfenglut 3.0“ hieß die Veranstaltung, die am Sonntag viele Besucher auf das ASB-Gelände lockte. „Ich wollte anfangs einen Verein unterstützen“, berichtete Ideengeber Thorsten Nowak. Inzwischen kommen Griller aus ganz Deutschland zu den Elfenglut-Veranstaltungen, die mit einer kulinarischen Meile einen guten Zweck unterstützen. Vor einem Jahr trat er damit an den ASB heran.

„Wir fanden die Idee sofort klasse und haben gesagt, das machen wir“, berichtete Joachim Uebermuth, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbands Braunschweiger Land. Mit dem Gelände der Tagespflege am Sonnenhang war schnell ein Ort gefunden. Sportaktionen, Live-Musik und natürlich Grillangebote lockten viele Menschen. „Der Überschuss geht komplett an den Wünschewagen“, so Nowak. „Damit fahren wir Menschen aus Niedersachsen, die sich in ihrem letzten Lebensabschnitt befinden, an ihren Sehnsuchtsort“, erklärte Julia-Marie Meisenburg (ASB). Er sei im Grunde „ein Krankenwagen in bequem“. Die Fahrgäste sollen gut reisen können. „Er kann hinaussehen, es kann aber nicht hineingesehen werden.“ Ein Angehöriger könne mitfahren. „Unser jüngster Patient war 4, unser bisher ältester 99 Jahre.“ Ein Sehnsuchtsort sei vielfach das Meer. Bei Männern sei es oft das Fußballstadion. Stationiert ist der Wünschewagen in Hannover. Aber auch wenn der Kundenkreis des Angebotes ausschließlich aus Niedersachsen kommen darf, liegen die Ziele doch oft außerhalb dieses Bundeslandes.

„Es muss für den Patienten machbar und mit dem Auto erreichbar sein“, erklärte Meisenburg. Die längste Reise sei bisher nach Polen gegangen. „Wir hatten eine Patientin, die ist nach der Rückkehr von der Reise im Hospiz friedlich eingeschlafen“, so Meisenburg. Die Angehörigen koste das alles nichts, die Kosten trage der ASB. Pro Fahrt seien es 500 bis 700 Euro, die sich ausschließlich aus Spenden finanzieren müssten. Die Bereitschaft, den Wünschewagen zu unterstützen, sei groß. „Über den Tod wird nicht gerne gesprochen. Das ist nach wie vor ein Tabuthema. Wir brauchen Spenden, Unterstützer, Helfer“, schloss sie.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder