Schmidt weitet sein Flugangebot aus

Wolfenbüttel  Das Wolfenbütteler Reiseunternehmen kooperiert mit dem Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Mit Flugangeboten ist das in Wolfenbüttel ansässige Reiseunternehmen „Der Schmidt“, das über eine große Busflotte verfügt, immer erfolgreicher. Bisher bot Schmidt vom Braunschweiger Flughafen Flüge nach Rom oder Barcelona an.

2018 weitet das Reiseunternehmen seine Flugangebote auf den Airport Paderborn/Lippstadt in Nordrhein-Westfalen aus. Partner ist die in Büren-Ahden schon ansässige Gesellschaft Small Planet Airlines. Das wurde jetzt bekannt. Der erste Charterflug vom Regionalflughafen bei Paderborn soll am 29. März in die Lüfte gehen. Am Flughafen von Paderborn hat Schmidt ein eigenes Büro eröffnet und mit einem festen Mitarbeiter besetzt.

Erst 2014 war das Busunternehmen Schmidt, nach eigener Darstellung mittlerweile „der größte private Reiseanbieter in Norddeutschland“, in das Fluggeschäft eingestiegen. „Wir gehen in eine Region, die TUI nicht anbietet“, sagt Geschäftsführer Philipp Cantauw zu den Zielen in Bella Italia und nennt einen weiteren Unterschied zu den Angeboten des großen deutschen Reiseveranstalters: „Unsere Partner sind kleinere Hotels“. Bei den jeweiligen Reisen würden „bis zu fünf verschiedene Häuser belegt, die wir alle kennen“. Bei den Hotels spricht Cantauw von „3,5 bis 4,5 Sternen nach eigenen Kategorien“.

Inzwischen erwirtschaft Schmidt nach Angaben von Cantauw mehr Umsatz über die Flugreisen als über die Busreisen. Von Paderborn aus sollen Reisen nach Rom, Sardinien, Palermo, Sorrent und Apulien angeboten werden. Die Angebotserweiterung habe Schmidt auf Wunsch des regionalen Flughafens Paderborn/Lippstadt vorgenommen. Cantauw berichtete: „Der Flughafen wollte neue Ziele anfliegen.“ Derzeit gehen von dort etwa fünf Flüge täglich nach Mallorca.

Small Planet Airlines stellt dem Wolfenbütteler Unternehmen für die Pauschalreisen vom Flughafen Paderborn-Lippstadt einen Airbus A 320 mit rund 180 Plätzen zur Verfügung. „Man kriegt heute kaum noch ein Flugzeug“, nennt Cantauw eine Hauptschwierigkeit für die Richtung Paderborn ausgeweiteten Reise-Aktivitäten. Schmidt stoße damit in eine Lücke, die sich auch durch veränderte Strategien bei großen Veranstaltern aufgetan habe. „TUI will weg vom Vollcharter“, wusste der Geschäftsführer des Unternehmens, das jährlich in seinen Reiseverkehren in Bussen und Flugzeugen nach eigener Darstellung bereits mehr als 40 000 Kunden transportiert. Diese würden sich auf der Straße und in der Luft durchaus unterscheiden. „Die Passagiere bei den Flugreisen sind durchschnittlich 23 Jahre jünger als bei Busreisen“, so Cantauw.

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