Hinweisgeber bewahrt VW vor Millionenschaden

Wolfsburg.  Manche kriegen den Hals nicht voll. Sie versuchen sich auf Kosten der Firma zu bereichern. Ein krasser Fall flog jetzt auf.

Um Kleinigeld handelte es sich bei dem spektakulären Fall nicht, den die Konzernrevision von Volkswagen nun dank eines Hinweisgebers aufklären konnte.

Um Kleinigeld handelte es sich bei dem spektakulären Fall nicht, den die Konzernrevision von Volkswagen nun dank eines Hinweisgebers aufklären konnte.

Foto: Franziska Kraufmann / picture alliance

Es ist einer der spektakulären Fälle für das Zentrale Aufklärungs-Office und die Konzernrevision in den vergangenen Monaten. Es geht um einen Schaden von zig Millionen Euro, den eine Führungskraft im Rahmen internationaler Projekte angerichtet hätte. Ein Whistleblower (Hinweisgeber) brachte den Fall ins Rollen. Der Schaden konnte abgewendet werden.

„Grob fehlerhafte Verbuchungen“

Die Führungskraft hatte Leistungen falsch bewertet und verbucht. So entstand der Eindruck, die Projekte seien erfolgreicher, als sie tatsächlich waren. Der Hinweisgeber ermöglichte es den Experten aus Compliance und Revision, den Fall gründlich zu recherchieren und schließlich aufzuklären. Sie ermittelten einen Schaden von 33 Millionen Euro, der dem Unternehmen entstanden wäre, wenn nicht eingegriffen worden wäre. Als Ergebnis kam heraus, dass die „grob fehlerhaften Verbuchungen zur Versteuerung des Projektes“ ohne die spätere Korrektur zu besagtem Millionenschaden geführt hätten.

Manager nutzte Firmeneigentum zu privaten Zwecken

Durch weitere Hinweise kam dann heraus, dass die Führungskraft auch unerlaubt Firmeneigentum zu privaten Zwecken genutzt hatte. Volkswagen hatte sich aber bereits zuvor von dem Manager getrennt. So kam dieser um eine fristlose Entlassung herum.

Mutiges Handeln erforderlich

Der Fall verdeutliche, dass schwere Regelverstöße dem Unternehmen und alle Beschäftigten enormen Schaden zufügen könnten, heißt es bei Volkswagen. Verhindert werden könne das nur durch mutigen und vertrauensvolles Handeln aller und durch die Einbeziehung der entsprechenden Compliance-Einrichtungen.

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