Kinderarmut

So kämpft die Initiative Starthilfe Wolfsburg gegen Kinderarmut

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Die Starthilfe initiiert in Wolfsburg Maßnahmen und Projekte zur Förderung von Kindern.

Die Starthilfe initiiert in Wolfsburg Maßnahmen und Projekte zur Förderung von Kindern.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Wolfsburg.  Die Starthilfe in Wolfsburg arbeitet nun unter dem Dach des Vereins Tabula. Die Initiative sammelt Spenden für Projekte zur Förderung von Kindern.

Die vor 14 Jahren gegründete Starthilfe arbeitet nun unter dem Dach des Vereins Tabula, wie dieser mitteilt. Vereinsvorsitzende Iris Bothe betonte im neu gegründeten Unterstützungskreis: „Die Projektunterstützung der Starthilfe ergänzt perfekt die Arbeit von Tabula. Tabula setzt Bildungspatinnen und Bildungspaten individuell für Kinder und Jugendliche ein und setzt sich für die Entwicklung individuellen Lernens an Schulen ein.“

Ein Viertel der Kinder und Jugendlichen im Leistungsbezug oder von Armut bedroht

Angesichts der Entwicklung von Kinderarmut in der Stadt Wolfsburg, in der ein Viertel der Kinder und Jugendlichen im Leistungsbezug seien oder von Armut bedroht, sei die Arbeit der Starthilfe und die Unterstützung relevanter Stakeholder ungemein wichtig. Daher werde die Starthilfe wie bisher Projekte gegen immaterielle und materielle Kinderarmut in Wolfsburger Kindertagesstätten, Kinder-und Familienstätten sowie Grundschulen mitfinanzieren.

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Allein im vergangenen Jahr seien trotz der Corona-Einschränkungen 55 Projekte gefördert worden, in diesem Jahr seien es bereits 22. Themenfelder der Starthilfe sind Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Sprachbildung, Respekt und Toleranz sowie naturwissenschaftliche Zusammenhänge (MINT).

Unterstützungskreis wird zukünftig jährlich einberufen

Anlässlich der ersten Zusammenkunft des Starthilfe-Unterstützungskreises betonte Oberbürgermeister Dennis Weilmann, wie wichtig ihm die Unterstützung von Projekten gegen Kinderarmut sei. Er versprach, dass auch zukünftig die Stadt Wolfsburg die Starthilfe fachlich unterstützen werde. VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo betonte, dass die Starthilfe seit vielen Jahren durch die VW-Belegschaftsspende mitfinanziert werde und empfahl, auf die Nachhaltigkeit der Projekte zu achten. Flávio Benites, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, bedauerte das Bestehen von Kinderarmut in Wolfsburg und versprach eine enge Zusammenarbeit.

Dies sagten auch die Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, des Islamischen Zentrums und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zu. Zum zukünftig jährlich einberufenen Unterstützungskreis gehören ferner die Arbeiterwohlfahrt, die christlichen Kirchen sowie die beiden jüdischen Gemeinden in Wolfsburg. Als gemeinsames Verständnis wurde abschließend festgehalten, dass die Mitglieder des Unterstützungskreises ein enges Netzwerk bilden und Anregungen sowie Impulse für weitere Arbeit an die Starthilfe-Koordination leiten. Die drei ehrenamtlichen Koordinationsmitglieder Wilfried Krüger, Frank Poerschke und Christof Spathelf zeigten sich von der einvernehmlichen Unterstützung beeindruckt und versprachen, sich weiterhin engagiert für die Ziele der Starthilfe einzusetzen.“

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