Immer mehr Coronafälle an Wolfsburger Schulen

Wolfsburg.  Betroffen sind das Gymnasium, die Hauptschule und die Grundschule Fallersleben, die Oberschule in Westhagen und die Grundschule Ehmen/Mörse.

Am Gymnasium Fallersleben ist im fünften Jahrgang ein Coronafall aufgetreten. 

Am Gymnasium Fallersleben ist im fünften Jahrgang ein Coronafall aufgetreten. 

Foto: Helge Landmann / regios24

Am Gymnasium Fallersleben gibt es einen positiven Covid-19-Fall in einem fünften Jahrgang. Darüber informierte Schulleiter Sascha Knetsch am Freitag den Schulelternrat. An der Grundschule Fallersleben, die bereits seit einer Woche geschlossen ist, sind bei Tests fünf weitere Coronainfektionen festgestellt worden. Die Grundschule bleibt auch die ganze nächste Woche zu. Und es sind noch weitere Schulen betroffen, wie die Stadt am Freitagabend mitteilte.

Das Gymnasium Fallersleben hat in Absprache mit dem Gesundheitsamt und der Stadt Wolfsburg die betroffene Klasse des fünften Jahrgangs sowie Geschwisterkinder für Freitag und Montag in eine „präventive Quarantäne“ geschickt. Schulleiter Knetsch hofft, am Montag vom Gesundheitsamt Informationen für das weitere Vorgehen zu bekommen.

Fünf weitere Infektionen an Grundschule Fallersleben

Unterdessen ergaben Testungen an der Grundschule Fallersleben fünf weitere Infektionen bei drei Lehrkräften und zwei Schülerinnen beziehungsweise Schülern. Ende vergangener Woche hatte die Stadt mitgeteilt, dass sich zwei Lehrkräfte mit dem Coronavirus infiziert haben. Zudem standen zwei Schüler beziehungsweise Schülerinnen in direktem Kontakt zu einer infizierten Person im familiären Umfeld und wurden daher als sogenannte Kontaktpersonen der 1. Kategorie getestet. Die Grundschule ist seit einer Woche geschlossen und bleibt es auch noch in der kommenden Woche. Das Angebot der Musikschule werde aufrechterhalten, teilte die Stadt mit.

Das städtische Gesundheitsamt hat entschieden, alle Schülerinnen und Schüler, deren Geschwister und die Lehrkräfte der Grundschule Fallersleben zu testen, so die Stadt in einer Mitteilung. Schulleiterin Monika Dittmer appellierte an die Eltern, die eigenen und die Kontakte der Kinder mit anderen Personen so weit wie möglich zu reduzieren. Geschwister, die derzeit eine Kindertagesstätte besuchen, sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Geschwister, die eine andere Schule besuchen, könnten jedoch zunächst weiter hingehen, bis das Testergebnis vorliegt. Eine Notbetreuung dürfe die Grundschule weiterhin nicht anbieten.

Vier Fälle an der Hauptschule Fallersleben

An der Hauptschule Fallersleben gibt es derzeit nach Stadtangaben insgesamt vier Coronafälle. Alle 10. Klassen bleiben deswegen bis einschließlich 11. November zu Hause. Der Jahrgang 9 und die Sprachlernklasse bleiben am Montag, 9. November, und Dienstag, 10. November, zu Hause.

An der Grundschule Ehmen-Mörse findet bis zum 12. November keine Beschulung in Ehmen für eine Klasse des dritten Jahrgangs, zwei Arbeitsgemeinschaften sowie einer Ganztagskohorte (Jahrgänge 3/4, donnerstags) statt.

Keine weiteren Fälle an Oberschule

An der Wolfsburger Oberschule haben die durchgeführten Tests laut Stadt bisher keine weiteren positiven Fälle ergeben. Weiterhin befinden sich der 9. Jahrgang und ein Französischkurs des 8. Jahrgangs in Präventivquarantäne. In allen Fällen prüfe das Gesundheitsamt derzeit die Kontaktketten der infizierten Personen und beurteilt, ob und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Bis zu einer Kontaktaufnahme des Gesundheitsamtes besteht für die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aufgrund des Infektionsrisikos die Empfehlung, in Präventivquarantäne und damit zu Hause zu bleiben.

Stadt bitte, Kontakte zu reduzieren

Die Stadt Wolfsburg bittet alle Eltern, deren Kinder bislang nicht getestet wurden und die sich in Präventivquarantäne befinden, darauf zu achten, die Kontakte mit anderen Personen so weit wie möglich zu reduzieren. Ferner bittet die Stadt um Verständnis, dass erst einmal diejenigen Personen getestet werden, die direkten Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. Alle Eltern werden in den nächsten Tagen entweder per E-Mail oder telefonisch vom Gesundheitsamt kontaktiert. Dies werde aufgrund der derzeit starken Belastung des Gesundheitsamtes einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird gebeten, von telefonischen Nachfragen möglichst abzusehen. Die Eltern und Sorgeberechtigten werden außerdem aufgefordert, ihre Erreichbarkeit zu gewährleisten, damit die Tests so zügig wie möglich erfolgen können.

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