Familienfest in der größten Sternenkuppel Niedersachsens

Wolfsburg.   Wolfsburgs Tor zu den Sternen feiert am Samstag, 1. Dezember, sein 35-jähriges Bestehen.

Zum Jubiläum lädt das Planetarium Wolfsburg Gäste zu einem besonderen Programm ein.

Zum Jubiläum lädt das Planetarium Wolfsburg Gäste zu einem besonderen Programm ein.

Foto: Jens Aschenbruck/Planetarium Wolfsburg

Die Einrichtung bietet an diesem Tag Veranstaltungen zum Eintrittspreis von 3,50 Euro je Besucher. Ein evangelischer Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Jörg Schubert beginnt unter der bestirnten Kuppel um 18 Uhr.

Das Planetarium Wolfsburg öffnete seine Pforten erstmals am 3. Dezember 1983 für das Publikum. Heute gilt es als eines der modernsten Sternentheater weltweit, heißt es in einer Pressemitteilung der Einrichtung. Der erste Planetariumsprojektor, der heute noch im Foyer ausgestellt wird, war ein Geschenk der Volkswagen AG an die Stadt Wolfsburg zum 40. Stadtjubiläum. Der Autobauer hatte den Projektor zuvor als Teil eines 10.000-Golf-schweren Kompensationsgeschäftes mit der damaligen DDR erhalten.

1981 wurde dann der Grundstein für das außergewöhnliche Gebäude, das der blauen Erdkugel gleicht, gelegt. Mit einem Tor zu den Sternen hatte Wolfsburg einen großen Höhepunkt – lange bevor andere stadtprägende Kultureinrichtungen ein Thema waren, heißt es weiter. 1996 wurde der erste Sternenprojektor Spacemaster durch den Starmaster ersetzt, der seit 22 Jahren einen Sternenhimmel an die Kuppel zaubere.

Eine weitere technische Revolution habe die Einrichtung zur Jahreswende 2009/2010 erlebt: Mit dem Einbau einer digitalen Fulldome-Anlage sei es möglich gewesen, Videoinhalte kuppelfüllend darzustellen und einen 3D-Effekt ohne 3D-Brille zu schaffen. Seitdem habe sich das Planetarium neben der klassischen Astronomie auch weiteren Themenfeldern aus der Wissenschaft, Kunst und Kultur widmen und ein noch größeres Publikum begeistern können.

Um das multimediale Erlebnis komplett zu machen, sorge das Planetarium nicht mehr nur für ein ganz besonderes Seh-, sondern auch Hörerlebnis. Eine speziell für das Planetarium angepasste Tonanlage erzeuge einen fantastischen Sound. Mit seinen technischen Möglichkeiten und einem starken Team wird das Planetarium auch in Zukunft sowohl ein außergewöhnlicher Lernort, ein Wissenschaftstheater und ein besonderer Raum für Kunst, Musikshows, Hörspiele, Lesungen und Live-Konzerte sein.

Nun präsentiert das Planetarium am Samstag, 1. Dezember, das Kinderferienprogramm „Eine Reise in die Sternenwelt“ und für Erwachsene den aktuellen Sternenhimmel über Wolfsburg in der Veranstaltung „Der Sternenhimmel live erklärt“.

Zudem werden Eigenproduktionen der vergangenen Jahre gezeigt: die Feengeschichte „Schimmerie Harztropf und das Sternenmeer“ der Wolfsburger Autorin Nicole Schaa, die im Wolfsburger Hasselbachtal spielt, „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry und „Das Weihnachtsoratorium unter Sternen“. red

Ein Interview mit Isabell Schaffer, Leiterin des Wolfsburger Planetariums, lesen Sie hier .

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