Ska- und Punkbands spielen in Schöppenstedt für Toleranz

Schöppenstedt  Im Jugendzentrum Schöppenstedt gibt es ein Konzert anlässlich des Antikriegstages. Mehrere Bands aus Hamburg und der Region treten auf.

Die Band Rantanplan sorgte beim Festival für Toleranz mit ihrem frechem St.-Pauli-Skapunk für ordentlich Dampf in der Hütte.

Die Band Rantanplan sorgte beim Festival für Toleranz mit ihrem frechem St.-Pauli-Skapunk für ordentlich Dampf in der Hütte.

Foto: Frank Schildener

Laut für Vielfalt und Toleranz, unter diesem Motto wurde Freitagabend im Jugendzentrum Schöppenstedt ein lauter und bunter Konzertabend geboten. Zum Antikriegstag lockten vier Ska- und Punkbands viele Besucher in die Eulenspiegelstadt.

Seit über 25 Jahren sind „Rantanplan“ mit ihrem treibenden Skapunk und humorvoll-zynischen Texten eine feste Größe der Undergroundszene in Hamburg und weit darüber hinaus. Trompeten- und posaunengetriebene in die Beine gehender Rhythmen, die Texte, in der Grundtendenz links, wandten sich gegen Kapitalismus und Ausbeuterei und für eine Revolution, die tanzbar ist. Unter den gespielten Stücken auch eine gelungene Coverversion des hymnischen „St. Pauli“, der Kiez-Hymne von Jan Delay. Das Publikum tanzte ausgelassen vor der Bühne. Von „Rantanplan“ kamen die klaren politischen Ansagen des Abends: Geht wählen und fallt nicht auf die braunen Rattenfänger herein, lautete die Botschaft. Weit über eine Stunde sorgte das Kiez-Quintett schließlich im Jugendzentrum für ausgelassene Stimmung. Die übrigen drei Bands kamen aus der Region. „Skanutz“ aus Braunschweig begann mit seiner Mischung aus Ska und Punk den Abend, „Callin Tommy“, ebenfalls aus Braunschweig, erhöhten das Tempo mit ihrer energiegeladenen Interpretation dieses Genres. Daran hatte die quirlige Sängerin einen großen Anteil. „Rascal“, die Lokalmatadoren aus dem Landkreis Wolfenbüttel begeistern als letzte Band des Abends mit dem unbekümmert-punkigen Rock’n Roll, der die Formation auszeichnet.

Ausgerichtet wurde der Konzertabend vom Rockbüro zusammen mit dem Jugendzentrum (JuZ) und dem Kreisjugendring Wolfenbüttel, gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und „Partnerschaft für Demokratie“ im Landkreis Wolfenbüttel. Hintergrund war der Antikriegstag am 1. September, an dem bundesweit mit Aktionen an die Gräuel des Krieges erinnert und ein friedliches und sozial gerechtes Miteinander in der Welt in Frieden, Freiheit und Demokratie gefordert wird. Die Eintrittsgelder der Veranstaltung sollen komplett an eine Einrichtung aus der Kinder- und Jugendhilfe gespendet werden.

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