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Kommentar: Sucht kennt kaum Grenzen

Wann ist es wirklich die letzte Zigarette?

Wann ist es wirklich die letzte Zigarette?

Foto: Sven Hoppe / dpa

„Doch wer die Schwelle zur Sucht einmal überschritten hat, für den ist ein gemäßigter Konsum kaum mehr möglich.“

Suchtmittel sind Teufelszeug. Sie funktionieren wie ein Pakt mit Mephisto: Im Hier und Jetzt fühlt man sich kurz gut. Dafür bezahlt man jedoch mit einem Stück seiner Zukunft. Wie stark eine Sucht wirklich ist, wissen wahrscheinlich nur die, die von etwas abhängig sind oder waren. Bei mir war es das Rauchen. Wie oft ich versucht habe aufzuhören, kann ich nicht mehr sagen. Doch wer die Schwelle zur Sucht einmal überschritten hat, für den ist ein gemäßigter Konsum kaum mehr möglich.

Nachdem ich acht Monate auf Nikotin verzichtet habe, schnorrte ich mir in einem schwachen Moment eine Zigarette. Ich bin ja eh über den Berg, dachte ich. Falsch gedacht. Zwar wurde mir direkt schlecht – doch am nächsten Tag kaufte ich mir dennoch eine neue Packung und das Ganze ging von vorne los. Nun bin ich seit fast einer Woche wieder rauchfrei. Hoffentlich habe ich aus meinen Fehlern gelernt.

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