Verantwortung ist das Gebot der Stunde

Also: Reißen wir uns alle ein bisschen zusammen und finden wir uns zurecht mit unserer neuen Realität.

Jetzt ist es an uns, noch mehr Verantwortung als sonst schon üblich zu übernehmen. Die Lockerungen, die manch einem zu weit, anderen wiederum gar nicht weit genug gehen, verlangen besondere Aufmerksamkeit von uns allen.

Da ist zunächst die Abstandsregelung. 1,50 Meter Abstand müssen die Menschen zwischen einander einhalten. Mindestens. Das ist bei einigen Zeitgenossen gar nicht so einfach. Manche haben nämlich die Angewohnheit – und das schon längst seit Vor-Corona-Zeiten – während des Gesprächs einem immer näher zu kommen. Dann geht man einen Schritt zurück, um den Abstand wieder herzustellen, aber es dauert gar nicht lange, ist das Gegenüber einem schon wieder im wahrsten Sinne des Wortes auf die Pelle gerückt. Beobachten Sie das mal.

Früher hat man zu einem solchen Verhalten vielleicht nichts gesagt, schließlich wollte man ja nicht unhöflich sein. Aber diese Zeiten sind vorbei. Sagen Sie einfach frei heraus, wenn Sie meinen, jemand kommt Ihnen zu nahe. Das ist nicht unhöflich, sondern im Moment sogar Pflicht – siehe Abstandsregelung von mindestens 1,50 Metern.

Und dann sind da noch die eigentlich einfachsten Hygieneregeln der Welt wie Niesen und Husten in die Armbeuge und: Händewaschen nicht vergessen! Letzteres ordentlich und nicht so einfach husch, husch! Diese Zeit sollte sich jeder nehmen, schon zu seinem eigenen Schutz. Wer heute Verantwortung zeigt und mit seinem Verhalten dazu beiträgt, dass sich das Coronavirus möglichst nicht weiter oder zumindest nicht exponentiell ausbreitet, trägt auch dafür Sorge, dass die lang ersehnten Lockerungen nicht zurückgenommen werden müssen. Denn genau das wollen wir alle nicht.

Wir alle möchten gern Restaurants besuchen, uns unter Sonnenschirmen in Cafés niederlassen und miteinander klönen oder einfach nur das wunderschöne Wetter genießen. Und wir alle möchten im Sommer auch ein wenig in den wohlverdienten Urlaub fahren, vielleicht an die See oder in die Berge. Eine zweite Coronawelle aber könnte genau das zunichte machen. Also: Reißen wir uns alle ein bisschen zusammen und finden wir uns zurecht mit unserer neuen Realität. Dazu gehört auch, dass am Montag die Abiturprüfungen in Wolfenbüttel beginnen. In der IGS Wallstraße schreiben 38 Schülerinnen und Schüler in der Mensa auf drei Ebenen ihre Klausuren. Drücken wir den Abiturienten die Daumen.

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