Halchtersche Straße gesperrt

Heizungsfirma in Wolfenbüttel brennt – Verdächtiger gefasst

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Feuer in Heizungsfirma in Wolfenbüttel

Feuer in Heizungsfirma in Wolfenbüttel

In der Halchterschen Straße in Wolfenbüttel ist ein Schuppen in Brand geraten. Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, ist das Feuer auf ein benachbartes Heizungs- und Sanitärgeschäft übergesprungen. Das Ausmaß des Brandes sei beträchtlich – die Flammen sind jedoch mittlerweile unter Kontrolle. Video: Phil-Kevin Lux-Hillebrecht

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Wolfenbüttel.  Feuer springt von Schuppen auf Heizungs- und Sanitärfirma über. Halchtersche Straße gesperrt. Flammen unter Kontrolle. Verdächtiger festgenommen.

Nach dem Großbrand an der Halchterschen Straße in Wolfenbüttel, der am Montag um 19.48 Uhr gemeldet worden war, steht fest: Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von etwa 70.000 Euro aus. Verletzt wurde niemand. Ein 42-jähriger Mann steht im Tatverdacht das Feuer gelegt zu haben. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagt Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel.

Wie berichtet, war zunächst ein Schuppen an der Halchterschen Straße in Brand geraten. Wie Pintak auf Nachfrage unserer Zeitung weiter mitteilt, ist das Feuer auf ein benachbartes Heizungs- und Sanitärgeschäft übergesprungen. Das Ausmaß des Brandes war beträchtlich – die Flammen waren schon von weitem zu sehen.

Die Polizei half den Menschen bei der Evakuierung des in Brand geratenen Firmengebäudes

Mehrere Personen hätten das benachbarte Firmengebäude von allein verlassen können. Die Polizei habe ihnen bei der Evakuierung geholfen. „Eine Person entfernte sich aber vom Brandort. Das war der 42-jährige Mann. Ein beherzter Zeuge ist ihm nachgelaufen“, berichtet Pintak. Die Polizei habe den Mann schließlich angetroffen und überprüft. Danach steht der Mann möglicherweise in Zusammenhang mit dem Brand“, unterstreicht der Polizeisprecher.

Weil die Ermittlungen aber noch andauerten, der Mann einen festen Wohnsitz habe und Haftgründe noch nicht ausreichend begründet seien, sei der Mann nicht in Untersuchungshaft genommen worden. Nun werde untersucht, ob sich an der Kleidung des Mannes Brandspuren finden ließen. Auch seine Hände würden untersucht. Hinzu kämen weitere Zeugenvernehmungen. Pintak: „Es kann ja sein, dass jemand den Mann wiedererkennt.“ Die Polizei ermittele zum Stichwort „Schwere Brandstiftung“.

Alarmiert wurden zunächst die Ortswehren Linden und Halchter. Als das Feuer auf ein angrenzendes Werkstattlager eines Sanitärbetriebs überzugreifen drohte, forderte die Feuerwehr Verstärkung an. Mit zahlreichen Kräften wurde der Brand im Lagerschuppen von der Halchterschen Straße und der Straße Montplaisir bekämpft. Über die Drehleiter wurde die Einsatzstelle großräumig ausgeleuchtet.

Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Löschfahrzeugen an Ort und Stelle

Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, das Feuer zu löschen. Weitere Rettungskräfte sowie die Polizei waren im Einsatz. Die Halchtersche Straße war im dortigen Teilbereich gesperrt, so ein Sprecher der Polizei weiter.

Das Feuer war zwischenzeitlich von „B1“ auf „B3“ hochgestuft worden. Das bedeutet: Es werden unterschiedliche Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen alarmiert. Wenn bei Bränden ein oder mehrere Löschzüge die Einsatzstelle anfahren, werden bei Hilfeleistungen Rüstzüge und bei Gefahrguteinsätzen Gefahrstoffzüge alarmiert.

Vorbildliches Verhalten der Anwohner

Die Ortswehr Wolfenbüttel teilte mit, dass drei Einsatzabschnitte gebildet worden seien. 13 Atemschutztrupps waren im Einsatz. Die Feuerwehr lobt das Verhalten der Anwohner. Sie hätten die Feuerwehrkräfte unterstützt, indem sie die Straße abgesperrt hätten, so dass eine sichere Wasserversorgung habe gewährleistet werden können.

Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrleute aus Halchter, Linden, Wolfenbüttel und von der Feuerwehrtechnischen Zentrale Schladen im Einsatz. Auch die Drohnengruppe aus Gielde nahm ihre Arbeit auf.

Der Bericht wurde aktualisiert

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