Bundestagswahl

Wolfenbütteler Holger Bormann will die Region voranbringen

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Bundestagswahl WF Bormann

Bundestagswahl WF Bormann

Der Wolfenbütteler Holger Bormann will für die CDU im Wahlkreis Wolfenbüttel/Salzgitter/Vorharz in den Bundestag einziehen.

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Wolfenbüttel.  Im VW-Bulli von 1965 fahren wir mit dem CDU-Bundestagskandidaten Holger Bormann zu seinen Lieblingsorten in Wolfenbüttel.

Wie von einem Geschäftsführer und Gesellschafter eines Autohauses nicht anders zu erwarten ist Holger Bormann (40) als CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wolfenbüttel/Salzgitter/Vorharz mit einem Auto unterwegs, – aber mit einem besonderen Oldtimer, einem VW T1 aus dem Jahr 1965, den er sich von einem Freund ausgeliehen hat. Allerdings ist Bormann selten selbst am Steuer. Er lässt sich von seinem Freund Bernd Curdt durch den Wahlkreis fahren. So hat er auch mehr Zeit, um im hinteren Teil des Wagens Gespräche zu führen.

Erste Station für den Bormann-Bulli, den sein Vater erst noch mit einer Warnblinkanlage versehen hat, ehe er ihn durch den TÜV gebracht hat, ist das Schulzentrum an der Ravensberger Straße in Wolfenbüttel. An seine Schulzeit von 1994 bis 1998 an der damaligen Lessing-Realschule, die es dort heute nicht mehr gibt, erinnert sich Bormann noch recht gut, zumal er dort auch Schulsprecher war. Damals begann auch seine politische Karriere als Mitglied der Schüler-Union und der Jungen Union, wo er 1996 auch sein politisches Vorbild Helmut Kohl als Ordner auf dem Stadtmarkt mitbewachen durfte. 1997 trat er dann in die CDU ein, für die er seit 2006 im Stadtrat sitzt.

Zweite Station ist der Schlossplatz, wo Bormann gern Feste gefeiert hat, wo er aber auch bei Automessen vertreten war. Die Ausgestaltung des Schlossplatzes gefällt ihm sehr gut. Und er führt auch gern seine Gäste dorthin, zuletzt Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Niedersachsen, zu deren Landesvorsitzenden er soeben gewählt wurde. Seit 2009 ist er auch Vorsitzender der Wolfenbütteler Mittelstandsvereinigung.

Dritte Station der kleinen Stadtrundfahrt im Bormann-Bulli ist der Stadtgraben, wo Bormann mit seiner Familie und Freunden abends gern mal in der Strandbar sitzt. Aber dazu hat er derzeit eher weniger Zeit, da er von einem Wahlkampftermin zum nächsten fährt. „Dank der familiären Unterstützung kann ich viele Termine wahrnehmen und mit den Menschen in der Region ins Gespräch kommen“, berichtet Bormann auf dem Weg zur vierten Station, der Lindenhalle, wo zuletzt viele Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse stattfanden, wo er am Wochenende zum MIT-Landesvorsitzenden gewählt und am 8. Oktober 2020 zum CDU-Bundestagskandidaten gewählt wurde. Er fühlt sich als Kind der Region und will die Region voranbringen. Dafür möchte er in Berlin möglichst viele Türen öffnen, insbesondere bei Fördermitteln. Sein zentraler politischer Ansatz ist es, mehr Entlastung für Familien, Arbeitnehmer und den Mittelstand zu schaffen.

Zurück in seinem Büro im Autohaus in Halchter fügt er noch: „In Berlin will ich in den Bereichen Wirtschaft und Soziales aktiv sein, denn beides funktioniert nur zusammen.“ Nach Corona müsse zudem vieles hinterfragt werden. Es strebt aber auch Vereinfachungen an. Als Unternehmer kennt er bürokratische Hürden nur zur Genüge. Er hofft auf einen Wirtschaftsaufschwung, von dem alle profitieren werden. Insgesamt empfindet er sich nicht unbedingt als Profi-Politiker, aber er will seine zahlreiche Erfahrungen mit nach Berlin nehmen und dort viele Dinge neu denken.

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