Mann spuckt Frau in Wolfenbüttel unvermittelt ins Gesicht

Wolfenbüttel.  In Wolfenbüttel spuckt ein Mann eine Frau auf der Straße einfach an. Die Frau ist besorgt, angesteckt worden zu sein.

Leere Tische auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel. Ist das die nahe Zukunft für Wolfenbüttels Gastronomen? 

Leere Tische auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel. Ist das die nahe Zukunft für Wolfenbüttels Gastronomen? 

Foto: Karl-Ernst Hueske

Ein bislang noch nicht ermittelter Mann hat einer Frau, die anonym bleiben möchte, in Wolfenbüttel auf der Neuen Straße unvermittelt ins Gesicht gespuckt. Die Frau hat nun Sorge, dass der Mann coronapositiv sein könnte. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen Körperverletzung gegen den Mann. Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen gestiegen, die Corona-Ampel steht aber für den Kreis Wolfenbüttel noch auf Gelb.

Die Coronazahlen für Stadt und Kreis Wolfenbüttel

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie im Landkreis Wolfenbüttel 334 Coronafälle nachgewiesen worden. Davon sind mittlerweile 242 Personen wieder genesen. Das sind zehn mehr als am Dienstag (232). Aktuell an Covid 19 erkrankt sind 78 Menschen. Am Dienstag waren es noch 72. Der Inzidenzwert steigt damit für den Landkreis Wolfenbüttel von 46,7 auf 48,4 (Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen).

Unterdessen berichtet die Frau, deren Name der Redaktion bekannt ist, dass sie am Dienstag gegen 11.10 Uhr auf dem Bürgersteig an der Neuen Straße in Wolfenbüttel gegangen sei. „Mir kam ein junger Mann entgegen. Um den Abstand wahren zu können, bin ich auf die Straße getreten und habe ihm Platz gemacht“, erzählt die Frau. Da habe der Mann etwas gemurmelt, von dem sie angenommen habe, dass es ein Gruß gewesen sein könnte. Also habe die Frau mit „Hallo“ geantwortet.

Die Frau erstattet Anzeige gegen den Spucker

Daraufhin habe ihr der junge Mann ins Gesicht gespuckt. Sie sei so fassungslos gewesen, dass sie ihren Weg fortsetzte und sich erst wenig später mit einem Taschentuch und Desinfektionsmittel das Gesicht reinigen konnte. Auf Anraten ihrer Ärztin und des Gesundheitsamtes erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Frank Oppermann, Pressesprecher der Polizei in Wolfenbüttel, bestätigte den Eingang der Anzeige und sagte, dass die Polizei nun wegen Körperverletzung ermittele. Es handele sich schon deshalb um Körperverletzung, weil das Opfer allein durch das Bespucken Ekel empfinde. Erst Recht sei es Körperverletzung, wenn sich auch noch herausstellen sollte, dass sich die Frau durch das Bespucken eine Infektion hinzugezogen haben sollte.

Zugangskontrollen für den Wolfenbütteler Wochenmarkt

Aufgrund der gestiegenen Corona-Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel werden auf dem Wolfenbütteler Wochenmarkt wieder Zugangskontrollen eingerichtet, um die Zahl der sich gleichzeitig auf dem Markt aufhaltenden Personen zu begrenzen. Dies betrifft schon den vorverlegten Wochenmarkt am Freitag, 30. Oktober.

Weniger Personen gleichzeitig auf dem Platz bedeuten mehr möglichen Abstand zwischen den Marktbesuchern – und damit verbunden eine geringere Ansteckungsgefahr. „Marktbesucher werden gebeten, auch vor dem Einlass auf ausreichend Abstand zu achten, sollte es zu kurzen Wartezeiten kommen. Es wird ausdrücklich empfohlen, auch im Wartebereich außerhalb des Wochenmarktes den Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, sagt Thorsten Raedlein, Pressesprecher der Stadt Wolfenbüttel.

Die Corona-Ampel steht in Wolfenbüttel auf Gelb

Da die Corona-Ampel für den Landkreis weiterhin auf Gelb steht (ab einem Inzidenzwert von mehr als 35), bedeutet das zunächst: In Gaststätten, in der Gastronomie oder an öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten sind anstatt 100 nur noch maximal 25 Personen in einer Gaststätte oder an öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten zulässig. Es gilt eine Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr.

Zuhause beziehungsweise in privaten Räumlichkeiten, inklusive Vereinsheim, Gemeinschaftsräumen sowie im eigenen Garten: Anstatt 25 beziehungsweise 50 (eigener Garten) dürfen jetzt maximal 15 Personen feiern oder zusammenkommen.

Restaurants sollen deutschlandweit ab 2. November geschlossen werden

Aber: Nach Beratungen auf Bundesebene soll die Gastronomie vom 2. November an deutschlandweit bis Ende November geschlossen werden. Unterhaltungsveranstaltungen sollen dann verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden.

Corona im Landkreis Wolfenbüttel- Die Fakten auf einen Blick

Die Sängerin Gitte Haenning, die am Donnerstag, 29. Oktober, mit ihrer Band in der Lindenhalle auftreten wollte, hat ihre Show auf den 19. März 2021 verschoben. Ursprünglich war ihr Auftritt bereits am 3. Mai dieses Jahres geplant gewesen und schon einmal coronabedingt verschoben worden.

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