Im Wald bei Veltheim werden 5000 Bäume gepflanzt

Veltheim.  5000 Laubbäume werden im Veltheimer Forst gepflanzt. Damit werden unter anderem abgestorbene Bäume ersetzt.

Unter der Aufsicht von Bezirksförster Frank Gärtner (rechts) wurden im Veltheimer Forst neue Laubbäume gepflanzt.

Unter der Aufsicht von Bezirksförster Frank Gärtner (rechts) wurden im Veltheimer Forst neue Laubbäume gepflanzt.

Foto: Frank Schildener

Im Veltheimer Forst bei Klein Veltheim wird ein braches Waldstück neu bepflanzt.
5000 neue Laubbäume sollen dort gesetzt werden. Donnerstagmorgen wurde mit 150 Bäumen der Anfang gemacht. Durch Trockenheit, Windwurf und Borkenkäfer stehen nur noch vereinzelt Bäume auf dem 0,75 Hektar großen Stück Wald, erklärte Alexander von Veltheim beim Pflanztermin vor Ort.

Mitarbeiter der Deutschen Bank setzten in Zusammenarbeit mit Bezirksförster Frank Gärtner und dem Verein Trinkwasserwald die ersten Bäume. „Ich freue mich, wenn ich hier vorbei radle und die neuen Bäume wachsen sehen kann“, sagte Marktgebietsleiter Carsten Blasche beim Griff zum Spaten. Eigentlich hätten bei der Aktion gleich alle Bäume gesetzt werden sollen, sagte Projektmanagerin Christine Schwake. Doch die Pandemiesituation habe Aktionen mit mehr als 15 Personen unmöglich gemacht.

Fläche ist im Vorfeld eingefriedet worden

Von Veltheim hatte die Fläche im Vorfeld räumen, vorbereiten und einfrieden lassen. „Normalerweise haben wir hier 250 Hektar guten Wald. Auf zwölf Hektar wächst derzeit nicht mehr viel“, erklärte er. Vor allem Bäume wie die Fichte hätten sich durch Trockenheit, Sturm und Käfer verabschiedet. Die großen Freiflächen seien kaum mehr für eine natürliche Verjüngung geeignet, ergänzte Gärtner.

„Wir fördern bundesweit einen standortgerechten, wärmetoleranten und nachhaltigen Waldumbau“, erklärte Alexander Pillath, geschäftsführender Vereinsvorstand Trinkwasserwald. „Ein Hektar guter Laubmischwald fördert nach einer Wachstumsphase von 10 bis 15 Jahren jährlich den Grundwassereintrag um rund 800.000 Liter“, erklärte er weiter. Die Roteiche gelte beispielsweise als sehr hitzetolerant und vertrage auch anhaltend trockene Sommer recht gut.

Die fehlenden Bäume sollen im November folgen

Was passiert mit den fehlenden Bäumen? „Die lassen wir von einem Unternehmen im November setzen“, so Schwake. Dann wird auf absehbare Zeit die Grundwassersituation im Veltheimer Forst besser aussehen, ist sich von Veltheim sicher. „Wir nehmen im Wald regelmäßig Bodenproben und bohren bis in zwei Meter Tiefe. Früher musste man in den Bohrlöchern Wathosen tragen, weil das Wasser so gut stand. Heute ist es allemal bodenfeucht“, berichtete er.

Seit zehn Jahren arbeitet die Deutsche Bank mit dem Verein Trinkwasserwald zusammen. „Bis Jahresende wollen wir gemeinsam 300.000 Bäume gepflanzt haben“, erklärte Schwake.

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