Wolfenbütteler Tafel sucht Unterstützer für Lebensmittelspenden

Wolfenbüttel.  Die Tafel braucht mehr Lebensmittelspenden, weil mehr Kunden Hilfe suchen: Diese Bilanz zieht sie nach sechs Monaten Corona-Pandemie.

Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel Wolfenbüttel versorgen Menschen in Notsituationen mit Lebensmitteln.

Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel Wolfenbüttel versorgen Menschen in Notsituationen mit Lebensmitteln.

Foto: Privat

Nach sechs Monaten Corona-Pandemie zieht die Tafel, eine Einrichtung des DRK, eine Bilanz. Im März hatte die Einrichtung in Wolfenbüttel 14 Tage geschlossen. Doch der Bedarf an Lebensmitteln sei hoch gewesen. Ab April hätten sich viele in Eberts Hof gemeldet, die bisher keine Tafelkunden gewesen seien, aber in finanzielle Engpässe geraten seien. Zudem seien die Lebensmittelspenden aus dem Groß- und Einzelhandel spürbar zurückgegangen. Mittlerweile normalisiere sich der Betrieb einigermaßen, heißt es in der Mitteilung.

Seit Anfang September sei die Tafel wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar. Inzwischen hätten sich auch neue Märkte gemeldet für Lebensmittelspenden. Die Suche werde aber fortgesetzt. Viele Menschen hätten sich an die Tafel gewandt, weil sie ihre Jobs verloren hätten oder in Kurzarbeit geraten seien.

Tafel verursacht „enorme Kosten“

„Wir sind der DRK-inkluzivo dankbar, dass die Tafel unterhalten wird, denn sie verursacht natürlich enorme Kosten. Daher sind wir auch voller Dankbarkeit gegenüber unseren langjährigen, treuen Spendern von Lebensmitteln und Kleidung“, wird Juliane Liersch als Leiterin des Eberts Hof zitiert. Die Secondhandboutique „Von Hand zu Hand – Gutes Gebrauchtes“ fange mit ihren Einnahmen durch den Verkauf von Kleiderspenden einen Teil der Ausgaben für die Räume wieder auf.

Einen kreativen Beitrag zur Unterstützung leiste auch der Stricktreff Heiße Nadel. Aus gespendeter Wolle stellten Frauen Socken und Kinderkleidung her, die zu Gunsten der Tafel verkauft würden. Obwohl der Treff ausfalle, strickten die Frauen zu Hause weiter.

Bei Tafel in Schladen sollen Räume einladender werden

Auch die Tafel in Schladen, die ebenfalls von der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH betrieben werde, habe ihren Betrieb etwas umgestellt. Aktuell werde daran ge arbeitet, dass es in den Räumen an der Kirche persönlicher und einladender werde. Lebensmittelmärkte, die mit der Tafel zusammenarbeiten möchten, könnten sich per E-Mail an tafel@inkluzivo.de melden.

Das Abholen von Waren der Tafel ist in Wolfenbüttel, Großer Zimmerhof 29, nach Terminvereinbarung von Montag bis Freitag zwischen 9.30 und 13 Uhr sowie an Donnerstagen von 14 bis 16.30 Uhr möglich. In Schladen finde die Ausgabe freitags von 12 bis 14 Uhr, ebenfalls nach Terminvereinbarung, statt.

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