Wolfenbüttels Freimaurer spenden 7000 Euro für Pflegekräfte

Wolfenbüttel.  Wolfenbüttels Freimaurer spenden 7000 Euro zur freien Verwendung für die Pflegekräfte in den sechs Alten- und Pflegeheimen in der Stadt.

Vor dem Logenhaus in der Kanzleistraße stellten sich die Vertreter der Alten- und Pflegeheime und der Loge nach der Scheck- und Urkundenübergabe zum Erinnerungsfoto auf. 

Vor dem Logenhaus in der Kanzleistraße stellten sich die Vertreter der Alten- und Pflegeheime und der Loge nach der Scheck- und Urkundenübergabe zum Erinnerungsfoto auf. 

Foto: Karl-Ernst Hueske

Sie hatten auch schon vor der Corona-Pandemie einen schweren Job. Aber nach Ausbruch der Pandemie wurde die Arbeit in der Alten- und Pflegeheimen noch intensiver, zumal auch die eigene Gesundheit gefährdet war. Zumindest anfangs standen nämlich kaum ausreichend Hygienemittel und Schutzmasken zur Verfügung.

Inzwischen werden die Mitarbeiter in diesen Einrichtungen gern auch als „Helden des Alltags“ tituliert. Um ihr Wirken zu würdigen, veranstaltete die Wolfenbütteler Freimaurerloge Wilhelm zu den drei Säulen unter ihren Mitgliedern eine Spendenaktion, bei der nach kurzer Zeit 7000 Euro zusammenkamen, die nun den Pflegekräften zugute kommen sollen, wie Jochen Thierig als „Meister vom Stuhl“ bei der Übergabe des Geldes im Logenhaus an der Kanzleistraße erklärte.

Alle sechs Alten- und Pflegeheime in der Stadt profitieren von diesem Geld zu gleichen Anteilen. Vertreter der Einrichtungen bedankten sich bei den Vertretern der Loge für diese Spende. Sie lobten aber auch die Unterstützung durch die Stadt, die den Heimen sehr schnell Hygienemittel zur Verfügung gestellt hätten, und dem Gesundheitsamt des Landkreises für die fachliche Unterstützung.

Das Geld soll entweder in Nach-Corona-Partys für die Mitarbeiter einfließen oder es sollen zum Beispiel Massagebänke oder besondere Kaffeemaschinen für die Mitarbeiter angeschafft werden, berichteten die Vertreter der Alten- und Pflegeheime.

Die Idee zu dieser Spendenaktion hätten bei der Loge die beiden Logenbrüder Stephan Pinkert und Dr. Georg Backhaus gehabt. Der große Erfolg der Spendensammlung sei sicherlich auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Tätigkeit der Pflegekräfte voll dem Humanitätsgedanken entspricht, der neben dem Gebot der Toleranz sowie dem Gedanken der Brüderlichkeit eine der drei Säulen der Loge darstelle, so Thierig. Die Loge „Wilhelm zu den drei Säulen“ sei 1847 als Ableger der Braunschweiger Freimaurerloge in Wolfenbüttel gegründet worden. Die Erlaubnis dazu hätte damals Herzog Wilhelm gegeben. Das Logenhaus in der Kanzleistraße ist seitdem im Besitz der Gemeinschaft, die aufgrund der Corona-Regelungen sich derzeit auch nicht im altehrwürdigen Logenhaus treffen darf.

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