Corona im Landkreis Wolfenbüttel: Die Fakten auf einen Blick

Wolfenbüttel.  Wie ist die Lage im Landkreis Wolfenbüttel? Wo herrscht Maskenpflicht? Was gibt es Neues in Kindergärten und Schulen? Alle Meldungen auf einen Blick.

Seit Montag, 2. November, gilt in Teilen der Wolfenbütteler Innenstadt eine Maskenpflicht. Die Maßnahme soll der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenwirken.

Seit Montag, 2. November, gilt in Teilen der Wolfenbütteler Innenstadt eine Maskenpflicht. Die Maßnahme soll der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenwirken.

Foto: Maria Osburg / BZV

Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Wolfenbüttel nach wie vor im Griff. Die Zahl der Infizierten ist weiterhin hoch. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Landesregierung eine aktuelle Allgemeinverfügung erlassen. Im Folgenden berichten wir über die Konsequenzen für den Landkreis Wolfenbüttel und die aktuellen Geschehnisse.

Corona in Wolfenbüttel: Wie lauten die aktuellen Zahlen?

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Wolfenbüttel (Stand: 27. November):

  • 697 Infektionen mit SARS-Covid-2 sind im Landkreis Wolfenbüttel seit dem Ausbruch der Pandemie nachgewiesen worden.
  • Davon sind 565 Personen wieder genesen.
  • 105 Menschen sind aktuell mit dem Virus infiziert.
  • 28 Personen, die positiv auf das Virus getestet waren, sind gestorben.
  • Der Inzidenz-Wert liegt bei 60,2 (Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen).
  • Wie die Inzidenz-Werte in der Region aussehen, finden Sie unten in einer interaktiven Karte .

Alle tagesaktuellen Zahlen vom Landkreis gibt es hier .

Unsere aktuellen Beiträge zur Lage im Landkreis Wolfenbüttel:

Der Landkreis Wolfenbüttel bereitet mit Hochdruck Impfzentrum vor. Gesundheitsdezernentin Kathrin Klooth erläutert die Vorgehensweise.

Drei Covid-Patienten werdend derzeit auf der Intensivstation versorgt: Das ist die Lage am Klinikum Wolfenbüttel.

Das Gesundheitsamt in Wolfenbüttel ist kurz davor, an sein Limit zu geraten. Die Kapazitäten sind fast erreicht.

Das Haus Curanum, eine Wolfenbütteler Seniorenresidenz, ist derzeit besonders von dem Coronavirus betroffen:

Drei weitere Bewohner des Seniorenheims Curanum müssen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus.

Zwei weitere mit SARS-Covid-2 infizierte Personen sind im Haus Curanum verstorben. Um einen Pflegenotstand zu verhindern, griff die Heimaufsicht beim Curanum ein.

Mittlerweile hat die Landesregierung ein Konzept für eine Impfstrategie vorgelegt, die auch eine Zentrum in Wolfenbüttel vorsieht:

Gesundheitsministerin Reimann kündigt 60 Corona-Impfzentren für Niedersachsen an – auch in Wolfenbüttel.

Diese Regeln gelten im Landkreis Wolfenbüttel:

Seit dem 2. November gilt die neue Verordnung zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-Covid-2, die sogenannte Niedersächsische Corona-Verordnung. Das sind die neuen Maßnahmen und Verhaltensregeln in der Stadt und im Landkreis Wolfenbüttel .

Unten lesen Sie zusammengefasst die wichtigsten Regeln.

Welche Regeln gelten in Schulen und Kitas?

In den Schulen geht der Betrieb weiter. Die Schüler:innen werden in Gruppen eingeteilt, in denen sie ihren Unterricht wahrnehmen. In den Unterrichtsräumen ist die allgemeine Maskenpflicht aufgehoben. Wo die Maskenpflicht in den Schulen weiterhin gilt, ist von den Schulen auszuzeichnen. Schüler und Schülerinnen, die nicht derselben Gruppe angehören, müssen die Abstandsregeln einhalten. Ansonsten entfallen diese im Unterricht. Da die momentane 7-Tage-Inzidenz im Kreis Wolfenbüttel über 50 liegt, sind keine Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Schulfeste und ähnliches zulässig. Klassenfahrten und Exkursionen sind verboten .

Acht Wolfenbütteler Schulen sind im Wechselunterricht.

Die Weihnachtsferien in Niedersachsen starten nun zwei Tage eher. Hier lesen Sie, wie die Wolfenbütteler Eltern darauf reagieren.

Der Betrieb in Kindertageseinrichtungen geht ebenfalls weiter. Und auch hier gibt das Land vor, die Kinder in strikt voneinander zu trennenden Gruppen einzuteilen.

Kita-Personal kann sich künftig regelmäßig auf Corona testen lassen

Gibt es eine Maskenpflicht in Wolfenbüttel?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Seit dem 29. Oktober gilt in der Stadt Wolfenbüttel die Pflicht zum Tragen einer Maske. Diese ist räumlich beschränkt auf die Lange Herzogstraße , die Bärengasse , die Krambuden , den Großen Zimmerhof und die Löwenstraße . Sie gilt täglich zwischen 7 und 23 Uhr. Verstöße gegen diese gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet.

Wolfenbütteler Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren regelmäßig in der Fußgängerzone

Auch in Hornburg gilt eine Maskenpflicht . In der Marktstraße sind von 9 bis 18 Uhr jederzeit die Atemwege zu bedecken. Das bestimmen die Verordnungen der jeweiligen Städte.

Die Verordnung des Landes, die auch für den Kreis als Ganzen gilt, sieht Masken ebenfalls Masken vor. In Geschäften und Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) gilt demnach eine Maskenpflicht. Die Fahrer der Verkehrsmittel sind ausgenommen. Bei Veranstaltungen , Versammlungen und ähnlichen Events im Freien muss ebenfalls eine Maske getragen werden.

Als Maske kann ein handelsüblicher Mundschutz, aber auch ein Schal , ein Tuch oder ein Buff genutzt werden. Bedingung ist, dass die Maske Mund und Nase bedeckt und eng anliegt. So können Tröpfcheninfektionen durch Husten oder Niesen verhindert werden.

Ausnahmen: Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und dies durch ein ärztliches Attest oder ein vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, und Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Mit wie vielen Leuten darf ich mich treffen?

In der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung dürfen nur Personen des eigenen oder eines weiteren Haushalts zusammenkommen. Insgesamt dürfen nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen, wobei Kinder unter 12 Jahren nicht gegen diese Summe zählen. Bei Feiern gelten Kinder gegen diese Grenze. Alle Feiern und Zusammenkünfte, die diesen Regeln nicht entsprechen, sind verboten.

Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind auf eine Teilnehmerzahl von 50 Personen beschränkt. Diese müssen sitzen. Gastronomiebetriebe wie etwa Restaurants und Bars, aber auch Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sind für die Zeit des Lockdowns geschlossen. Eine Abholung von Speisen ist weiterhin gestattet.

Übernachtungen in Hotels und Herbergen sind ebenfalls verboten, genauso wie Aufenthalte auf Camping- oder Wohnmobilstellplätzen. Theater , Konzerthäuser , Museen , Ausstellungen , Büchereien und ähnliches (ausgenommen Forschungsbibliotheken) sind geschlossen. Spielhallen, Sportbetriebe aller Art, Saunen, Solarien, Tattoo-Studios und ähnliches dürfen bis Ende November nicht öffnen. Ausgenommen davon sind Betriebe, die medizinisch notwendige Dienstleistungen anbieten und Betriebe des Friseurhandwerks.

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Wer wird auf Corona getestet?

Die Entscheidung, wer getestet wird, trifft der Hausarzt, beziehungsweise der Bereitschaftsarzt. Die Ärzte orientieren sich dabei an den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI) . Die Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie etwa erhöhte Temperaturen, Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Kurzatmigkeit. Wenn diese Symptome vorliegen und wenn eine dieser beiden Kriterien zutrifft, sollte eine Testung erfolgen: wenn es bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten positiven Fall gab oder wenn es Hinweise auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) und einen Zusammenhang mit anderen gehäuft aufgetretenen Lungenentzündungen in einer Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus gibt. Beide oben genannte Konstellationen sind sogenannte begründete Verdachtsfälle.

Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Was passiert während einer Quarantäne?

Während einer Quarantäne darf das Haus nicht verlassen werden – auch nicht für kurze Zeit oder um Besorgungen zu erledigen. Betroffene können Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn bitten, ihnen zu helfen und beispielsweise Lebensmittel zu besorgen, die dann vor der Haustür abgestellt werden können. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Gesundheitsamt über das Deutsche Rote Kreuz eine Versorgung veranlassen. Um den Gesundheitszustand der Betroffenen im Blick zu behalten, stehen das Gesundheitsamt und die Betroffenen in Kontakt. Sollten sich Symptome, wie beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur, abzeichnen, wird ein Test auf das Coronavirus veranlasst.

Auch in der Quarantäne ist es möglich, soziale Kontakte zu pflegen – nur eben nicht persönlich. Eine Quarantäne kann unter Umständen auch psychisch belastend sein, daher ist es wichtig, dass Betroffene im Austausch und Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon und Internet bleiben.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf den Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Die wichtigsten Telefonnummern im Fall einer möglichen Infektion:

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte oder in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war sollte seinen Hausarzt anrufen! Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Die Risikogebiete werden auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts täglich aktualisiert.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages).

Informationen für Unternehmen

Infos zu wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Fördermöglichkeiten für betroffene Unternehmen gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter (030) 18615-1515 und beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium unter (0511) 120-7872.

Mehr zum Thema Corona:

Unsere Redaktionen sammeln alle wichtigen Infos zum Coronavirus auf lokalen FAQ-Seiten, die stets aktualisiert werden. Online sind die Überblicke aus Braunschweig, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel, aus Gifhorn, aus Salzgitter, aus Peine und Helmstedt sowie aus Osterode.

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