Wolfenbütteler Klinikum investiert 15 Millionen Euro

Wolfenbüttel.  Bis Mitte 2021 wird es drei größere Baustellen im und am Krankenhaus Wolfenbüttel geben.

Klinikum-Geschäftsführer Axel Burghardt vor der Baustelle für den neuen OP-Trakt. Reichlich Bautätigkeit gibt es in den nächsten Monaten an mehreren Stellen am und im Klinikum Wolfenbüttel.

Klinikum-Geschäftsführer Axel Burghardt vor der Baustelle für den neuen OP-Trakt. Reichlich Bautätigkeit gibt es in den nächsten Monaten an mehreren Stellen am und im Klinikum Wolfenbüttel.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Bis Mitte 2021 wird es mehrere größere Baustellen im und am Krankenhaus Wolfenbüttel geben. Das Klinikum investiert in Neubauten und in Sanierungen mindestens 15 Millionen Euro, berichtete Klinikum-Geschäftsführer Axel Burghardt. Der Krankenhausbetrieb läuft trotz der Baustellen aber ungestört weiter, versicherte der Geschäftsführer, der allerdings befürchtet, dass die veranschlagten 15 Millionen Euro, davon 9,8 Millionen Euro vom Land Niedersachsen, aufgrund der Preisentwicklung im Bausektor nicht ausreichen werden.

Baustelle 1: Schon auf dem Parkplatz vor dem Klinikum-Haupteingang sieht man die erste Baustelle: Die bereits errichtete zentrale Ambulanz wird um zwei Etagen aufgestockt. Ein Wolfenbütteler Bauunternehmen hat den Auftrag erhalten, nachdem eine vorgeschriebene europaweite Ausschreibung der Arbeiten gleich zweimal keine Ergebnisse brachte. Direkt über der zentralen Ambulanz wird der neue zentrale Operationsbereich mit vier Operationssälen errichtet.

Bisher besaß das Klinikum nur drei OP-Säle, die teilweise noch aus der Bauzeit des Klinikums Anfang der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts stammten, auch wenn sie im Laufe der Jahre modernisiert worden sind. Vor allem war die Raumhöhe in den alten OP-Sälen nicht so hoch, dass dort zum Beispiel problemlos Geräte an der Decke angebracht werden konnten. Im neuen zentralen OP-Bereich wird die modernste Technik eingebaut, die man sich derzeit im Klinikum-Bereich vorstellen kann. Bezugsfertig soll der neue OP-Bereich Mitte 2021 sein, so Burghardt. In den alten OP-Bereich wird nach dem Umzug in den Neubau die derzeit noch recht beengt untergebrachte EKG- und Endoskopie-Abteilung umziehen. Und auch der der Bereitschaftsdienst wird dort untergebracht, so Burghardt.

Über dem zentralen OP-Bereich wird dann in einer weiteren Etage die Krankenhaus-Technik mit Klimabereich inklusive Luftver- und -entsorgung entstehen.

Baustelle 2: In der zweiten Etage des Klinikums wird eine Doppelstation saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Aus Dreibettzimmern werden dort Zweibettzimmer mit einer vernünftigen Nasszelle inklusive Dusche, so der Klinikum-Geschäftsführer. Die Bettenanzahl wird dadurch von 84 auf 40 Betten reduziert, aber durch die Herrichtung und Modernisierung einer vor Jahren stillgelegten alten Station können die fehlenden Betten ausgeglichen werden. Derzeit verfügt das Klinikum über 283 Betten, die in besonderen Zeiten bis auf 310 Betten aufgestockt werden können.

Baustelle 3: Über einem nördlichen Seitenflügel des Krankenhauses wird derzeit eine dritte Etage aufgesattelt, in der zwölf zusätzliche Zimmer, darunter auch weitere Familienzimmer, für die immer beliebter werdende Abteilung Geburtshilfe beherbergen wird. Über 900 Geburten registrierte das Klinikum Wolfenbüttel jeweils in den beiden vergangenen Jahren.

Zusatzbaustelle: Auf dem weiträumigen Klinikum-Gelände gibt es zurzeit noch eine weitere Baustelle, für die aber nicht das Krankenhaus, sondern ein privater Investor zuständig ist. Die Bodenplatte für das zweite Ärztehaus ist bereits gegossen worden. Vier der dort entstehenden sechs Etagen wird aber das Klinikum ankaufen, um zum Beispiel im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss auf einer 900 Quadratmeter großen Fläche eine Tages- und Kurzzeitpflege eines externen Anbieters unterzubringen. Auch die Therapieräume für die multimodale Schmerztherapie des Klinikums sowie die neue, seit 1. Januar existierende Betriebsarztpraxis für den Konzern Stadt Wolfenbüttel wird im neuen Ärztehaus untergebracht.

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