Laubhaufen helfen – So wird der Garten winterfest gemacht

Cremlingen.  Gärten und Balkone müssen winterfest werden. Dabei sind Laubhaufen auf den Beeten nützlich – auch wegen der Igel, sagt ein Cremlinger Experte.

So wird der Garten winterfest gemacht: Die Rasenfläche ist laubfrei, aber auf den Beeten liegen Laubhaufen, die auch Igeln Schutz bieten.

So wird der Garten winterfest gemacht: Die Rasenfläche ist laubfrei, aber auf den Beeten liegen Laubhaufen, die auch Igeln Schutz bieten.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Frühmorgens glänz schon Raureif auf dem Rasen im heimischen Garten. Das Außenthermometer auf dem Balkon zeigt Minusgrade an. Es ist höchste Zeit, den Garten winterfest zu machen und die empfindlichen Balkonpflanzen vor der Kälte zu schützen. Aber was ist notwendig, was unsinniger Schnickschnack und was sogar schädlich für die Blumen, Bäume, Gräser und die Tiere, die sich im Garten tummeln?

Das Laub muss vom Rasen runter

Gartenfachmann Thomas Scholle denkt zuerst an den Rasen. „Überschüssiges Laub muss man mit dem Rechen beseitigen“, erklärt der Gartenbaumeister der Cremlinger Firma Giardino Baumpflege. Wenn die Blätter, die von den Bäumen herabfallen, auf dem Rasen liegenbleiben, trocknet dort das Gras nicht ab. Die Folge: Im Rasen bildet sich Moos. Pilze können sich ausbreiten. Bei Schimmelbefall könnten sogar weiße Flächen entstehen.

Trotzdem soll man nicht alles Laub aus dem Garten entfernen. Auf den Beeten ist Laub sehr erwünscht, betont Scholle und empfiehlt: „Man sollte die Beetflächen nicht piko-sauber machen.“ Viel besser sei es, dort überschüssiges Laub zu kleinen Häufchen zusammenzurechen. Das diene als Wärmeschutz und biete Igeln und anderen Tieren Schutz, die im Garten überwintern wollen.

Vorsicht bei den Rosen

Liebe und Sorgfalt benötigen die Rosen. „Man soll sie putzen“, sagt Scholle. Alte Blüten sollten entfernt werden, damit dort keine Schädlinge überwintern können.

Rosen sollten aber nicht zu weit zurückgeschnitten werden. Sonst könnten sie bei großer Kälte im Winter Schaden nehmen. „Die Rose wird erst im Frühling geschnitten“, sagt Scholle.

Putzaktionen seien auch bei Obstbäumen nötig. So genannte Fruchtmumien sollten entfernt werden. Das sind beispielsweise eingetrocknete Früchte, die am Baum hängengeblieben sind. Sie dienen Pilzen und anderen Krankheitserregern als Überwinterungsort.

Bei Stauden hilft das alte Kraut

Bei Stauden und Gräsern ist beim Einsatz der Gartenschere Vorsicht geboten. Das alte Kraut diene als Winterschutz und sei auch ein Schmuck, der verhindere, dass der Garten allzu kahl erscheine. Bei Raureif im Winter könne es besonders schöne Ansichten bieten. „Man lässt alles stehen, außer dem, was richtig hässlich aussieht“, rät der Gartenfachmann.

Viele Balkonpflanzen brauchen Kälteschutz

Und dann der Balkon. Die meisten Pflanzen, die dort stehen, sind eigentlich in Südeuropa oder sogar in Afrika heimisch. Sie können nicht draußen in der Kälte überwintern. In der Wohnung sollte man für sie kühle und helle Plätze finden. 10 bis 12 Grad Celsius seien ideal. Oft seien Flure und Treppenhäuser geeignet.

Pflanzkästen mit winterharten Pflanzen sollen nicht außen an den Balkonen hängen bleiben. Man nimmt sie besser von der Brüstung herunter und hüllt sie mit Styropor ein, um die Pflanzen vor der Kälte zu schützen. Oberflächlich kann man sie mit Grün abdecken. Dabei ist darauf zu achten, dass Pflanzen weiterhin Licht bekommen.

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