Reiner Liborius ist Bürgermeisterkandidat in Sickte

Sickte.  PD und Grüne treten bei der Wahl des Samtgemeindebürgermeisters in Sickte ohne eigenen Kandidaten an. Sie unterstützen stattdessen Reiner Liborius.

SPD und Grüne, hier vertreten durch Reinhard Deitmar (von links) und Christiane Wagner-Judith, unterstützen bei der Wahl des Samtgemeindebürgermeisters den parteilosen Kandidaten Reiner Liborius.

SPD und Grüne, hier vertreten durch Reinhard Deitmar (von links) und Christiane Wagner-Judith, unterstützen bei der Wahl des Samtgemeindebürgermeisters den parteilosen Kandidaten Reiner Liborius.

Foto: Frank Schildener

SPD und Grüne treten bei der Wahl des Samtgemeindebürgermeisters in Sickte ohne eigenen Kandidaten an. Sie unterstützen stattdessen Reiner Liborius. Der Fachbereichsleiter will die Kommune ökologischer und effizienter machen.

Liborius tritt als parteiloser Kandidat für die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister an (wir berichteten). „Die ganz große Mehrheit unserer Mitgliederversammlung hat sich dafür entschieden, Reiner Liborius zu unterstützen“, sagte Reinhard Deitmar im exklusiven Pressegespräch mit unserer Zeitung. Die große Erfahrung und Kompetenz des Fachbereichsleiters Zentrale Dienste in der Samtgemeindeverwaltung sei ein Grund gewesen, der andere, dass Liborius die „uns wichtigen Themen energisch und zielführend“ anpacke, so Deitmar. „Wir hatten diskutiert, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Doch es war uns wichtiger, dass wir einen kompetenten und erfahrenen Verwaltungsfachmann als Bürgermeister bekommen“, sagte Christiane Wagner-Judith dazu. Liborius hatte sich jeweils in einer Mitgliederversammlung bei SPD und Grünen vorgestellt. „Wir sehen uns in der Verwaltung sehr häufig. Da haben wir oft über die Wahl gesprochen“, berichtete Liborius dazu, wie die Unterstützung zustande kam. In beiden Parteien war über eigene Kandidaten diskutiert worden.

In einer persönlichen E-Mail an die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hatte Bürgermeisterin Petra Eickmann-Riedel erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen. „Meine Amtszeit als Bürgermeisterin der Samtgemeinde Sickte endet Ende März 2020 (…) Ich möchte Sie/ Euch darüber in Kenntnis setzen, dass ich mich dazu entschlossen habe nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren“, hatte sie geschrieben. „Wir hatten bei den Grünen keine eigenen Kandidaten mit Verwaltungserfahrung“, sagte Wagner-Judith. „Die Menschen kennen Reiner Liborius“, ergänzte Deitmar.

Die Samtgemeinde habe, da waren sich beide Parteienvertreter einig, wichtige Aufgaben vor sich. Dazu gehöre das Prüfen, ob aus der Samtgemeinde eine Einheitsgemeinde werden solle, das Herrenhaus müsse zumindest in Teilen barrierefrei umgebaut werden und auch das Thema offene Ganztagsschule sei allen gemeinsam wichtig. „Wir haben festgestellt, dass Reiner Liborius, SPD und Grüne vergleichbare Ziele haben“, so Deitmar. „Wir möchten, dass die Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher wird. Mit Reiner Liborius begeben wir uns auf einen guten Weg“, erklärte er schließlich.

Beide, sowohl Deitmar als auch Wagner-Judith, waren sich darin einig, dass ein parteipolitisch unabhängiger Kandidat größere Chancen habe, die wichtigen Projekte für die Kommune auch erfolgreich umzusetzen. Ein Beispiel sei die beschlossene Prüfung, ob aus der Samt- eine Einheitsgemeinde werden solle. „Nehmen wir das Beispiel Haushalt. Unserer Kämmerin muss im Moment einen großen und fünf kleine Haushalte abarbeiten, in einer Einheitsgemeinde wäre das nur noch einer“, erklärte Wagner-Judith. Beide Parteien helfen nun beim Wahlkampf und mit den benötigten Unterschriften für den parteilosen Liborius. Die Wahl findet am 1. März 2020 statt.

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