Wundertüte mit 10.000 Euro fürs Tierheim Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  Eine anonyme Spende von 10.000 Euro erhielt die Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung für das Tierheim Wolfenbüttel.

Eine anonyme Spende von 10.000 Euro erhielt die Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung für das Tierheim Wolfenbüttel.

Eine anonyme Spende von 10.000 Euro erhielt die Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung für das Tierheim Wolfenbüttel.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Die Mitarbeiter im Wolfenbütteler Tierheim werden sicherlich nie mehr den Popklassiker „I don’t like Mondays“ (zu deutsch: Ich mag keine Montage) singen, denn der Montag war für das Tierheim ein Glückstag. Das Tierheim bekam eine anonyme Spende über 10.000 Euro.

Das Geld in Form von zwanzig 500-Euro-Scheinen befand sich in einer Wundertüte, die der anonyme Spender zusammen mit zwei Begleitbriefen und einer Schokoladentafel „Katzenzungen“ in der Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung in der Langen Herzogstraße 47 am Montagmorgen abgegeben hatte.

Glücksboten-Aufträge hatte der anonyme Spender schon häufiger den Lokalredaktionen der Braunschweiger Zeitung erteilt. Im Begleitschreiben an die Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung erklärte er: „Ich bin mir sicher, dass Sie meinen ,Glücksboten-Auftrag’, wie alle anderen Redakteure auch, zuverlässig erledigen werden.“

Dieser Auftrag wurde von der Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung natürlich sofort erledigt. Am frühen Nachmittag übergab Redaktionsleiterin Stephanie Memmert die 10.000 Euro und den Begleitbrief des anonymen Spenders im Tierheim am Rehmanger 14 an eine glückliche Tierheimleiterin Ute Rump.

Unter dem Betreff „Spendenmärchen“ schrieb der Spender: „Tieren in Not zu helfen, ihnen Schutz zu gewähren, ist eine lobenswerte Tätigkeit, die ein dickes Lob verdient. Das muss auch einmal gesagt werden! Im Namen der Tiere, besonders der Miezekatzen, ein besonderes Dankeschön.“

Der anonyme Spender muss ein besonders Herz für Tiere haben, denn er hat in den vergangenen Jahren schon mehrfach Tierheime in der Region unterstützt. Das teilte er auch der Tierheimleitung in Wolfenbüttel schriftlich mit: „Im Laufe meiner Spendentätigkeit habe ich schon einige Tier-Hilfs-Organisationen unterstützt. Heute nun ist das Tierheim Wolfenbüttel an der Reihe!“

Und dieses Tierheim kann das Geld sehr gut gebrauchen. „Wir werden damit unter anderem Tierarztkosten für die zahlreichen Katzen in unserem Tierheim begleichen“, berichtete eine dankbare Tierheimleiterin, die im vergangenen Jahr von den Lesern unserer Zeitung auf Platz 2 bei der Wahl zum Wolfenbütteler des Jahres gewählt wurde.

60 kleine Katzen leben derzeit im Tierheim. Hinzu kommen noch 40 ältere Katzen, die auch ärztlich versorgt werden müssen, berichtete Tierpflegerin Sabrina Kies, die schon „Mutterschaftsurlaub“ beantragen wollte bei so vielen kleinen Katzen.

Allein elf Katzen musste das Tierheim vor einigen Tagen aus einer Wolfenbütteler Wohnung holen, weil sich die Bewohnerin der Wohnung nicht mehr um die Tiere kümmern konnte.

Bis zu 60.000 Euro benötigt das Tierheim jährlich an Spenden, um alle anfallenden Kosten begleichen zu können. Zwar habe das Tierheim in der Vergangenheit durchaus schon namhafte Spenden erhalten, aber noch nie eine „so hohe anonyme Spende“, verriet die vieljährige Tierheimleiterin.

Schon einmal hatte es in Wolfenbüttel eine anonyme Spende gegeben. Ob sie vom selben Spender stammt, ist nicht zu ermitteln. Im Mai 2013 hatte der Pfarrer Dr. Martin Senftleben – ebenfalls an einem Montag – gegen 9 Uhr im Flur seines Wohnhauses an der Blankenburger Straße einen unbeschriebenen Briefumschlag mit 1000 Euro in 50-Euro-Scheinen für das geplante Putzen der Orgel in der Wolfenbütteler Hauptkirche gefunden.

Wahrscheinlich hatte der jetzt wieder tätige anonyme Spender, der in Braunschweig und Wolfsburg schon mehrfach aktiv war und auch im Landkreis Wolfenbüttel schon im März 2013 die Kirchengemeinde Schliestedt mit 10.000 Euro für die Glockensanierung unterstützt hat, das Geld in den Briefkasten des Hauptkirchen-Pfarrers geworfen. Die Vorgehensweise sprach damals für diesen Spender, meinte der Pfarrer der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis.

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