Asse-Fonds unterstützt Freibäder im Kreis Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  In einer von der Stiftung Zukunftsfonds Asse beauftragten Bäderstudie wurden alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen in den Bädern aufgelistet.

Der Fördervereinsvorsitzende Heinrich Isensee steht im Freibad Remlingen, das ebenfalls im Herbst von Mitteln des Zukunftsfonds Asse profitieren wird.

Der Fördervereinsvorsitzende Heinrich Isensee steht im Freibad Remlingen, das ebenfalls im Herbst von Mitteln des Zukunftsfonds Asse profitieren wird.

Foto: Joachim Rosenthal

Die Stiftung Zukunftsfonds Asse hat durch Dr. Otmar Dyck und Professor Jens Wagner von der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften alle Bäder im Landkreis Wolfenbüttel untersuchen lassen. Nur das moderne Stadtbad Okeraue in Wolfenbüttel und das Lehrschwimmbecken in der Sporthalle am Landeshuter Platz wurden nicht untersucht, da dort kein Sanierungs- oder Modernisierungsbedarf besteht. Die Bäderstudie wurden inzwischen allen Betreibern der Freibädern im Landkreis vorgestellt. Aber damit nicht genug: Die Stiftung beteiligt sich bis 2021 auch mit insgesamt 800.000 Euro an der Sanierung und Modernisierung der Bäder. Jedes Jahr werden etwa 200.000 Euro als Zuschüsse von der Stiftung an die Bäderbetreiber für konkrete Verbesserungsmaßnahmen ausgeschüttet, berichtete Zukunftsfonds-Geschäftsführer Sven Volkers.

Auslöser für diese Bäderstudie war ein Antrag aus Hornburg. Für die Sanierung des dortigen Bades, in dem es zum Beispiel noch eine 50-Meter-Bahn gibt, wurde ein Zuschuss von einer Million Euro von der Stiftung beantragt. Die Stiftungsgremien hätten daraufhin beschlossen, zunächst einmal ermitteln zu lassen, was in welchem Bad zu tun ist und was davon gefördert werden kann. Dazu wurden ausführliche Gespräche mit den Badbetreibern, aber auch mit den Vertretern der Förderverein geführt. Als kleiner Nebeneffekt sei dabei ein nun regelmäßig stattfindendes Treffen der Badverantwortlichen entstanden, berichtete Volkers.

Freibäder seien eine wichtige Infrastruktur-, Sport und Freizeiteinrichtung in den Orten im Landkreis, bemerkte der Stiftungs-Geschäftsführer. In der Studie haben dies die beiden beauftragten Vertreter der Ostfalia wie folgt ausgedrückt: „Öffentliche Schwimmbäder sind seit der Antike europäisches Kulturgut und machen das Sport- und Freizeitangebot einer kommunalen Infrastruktur erst attraktiv.“ Aber: Die meisten Bäder im Landkreis Wolfenbüttel sind in die Jahre gekommen und haben Sanierungsbedarf, der in der Studie genau aufgelistet wurde, um eine „angemessene und gerechtfertigte Vergabe der zur Verfügung stehenden Stiftungsmittel zu gewährleisten“.

Die ermittelten Sanierungsbedarfe wurden in Absprache mit den Badbetreibern in einer Prioritätenliste zusammengestellt. Sie wurden zudem auf vier Jahre verteilt, wobei die ursprünglich ermittelten Baubeginnzeiten nicht immer eingehalten werden können, wenn sich andere Prioritäten ergeben. Die erforderlichen Verbesserungsmaßnahmen wurden in drei Kategorien unterteilt. Bei den sicherheitsrelevanten Maßnahmen geht es um die Beseitigung von Schäden an Becken oder Gebäuden. Danach folgen die Maßnahmen für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Bäder etwa durch bessere Pumpen oder neue Folien für die Schwimmbecken, um Wasserverluste zu vermeiden. Und schließlich geht es noch um eine Attraktivitätssteigerung der Bäder. Dafür hat Otmar Dyck Befragungen bei den Nutzern der Bädern veranstaltet, um deren Wünsche und Verbesserungsvorschläge zu erfahren. Dazu zählen zum Beispiel Sonnensegel im Freibad Dettum oder neue Einstiegsplattformen in den Fümmelsee.

Mit den zur Verfügung gestellten 800.000 Euro, die von den Badbetreibern und Fördervereinen nur noch in Anträgen an die Stiftung abgerufen werden müssen, will die Stiftung, so Volkers, mithelfen, dass die Bäder und Schwimmteiche im Landkreis weiter erhalten bleiben können.

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