Intelligente Geschichten zum Lachen im Wolfenbütteler KKK

Wolfenbüttel.  Die Bösen Schwestern aus Hannover waren wieder zu Gast im Kleinkunstkabarett (KKK) an der Ahlumer Straße.

Sorgten für Lacher im KKK: Anita Palmerova (links) und Magda Anderson. 

Sorgten für Lacher im KKK: Anita Palmerova (links) und Magda Anderson. 

Foto: Udo Starke

Wenn Veranstalter Alexander Walewski diese beiden Künstler engagiert, kann man sicher sein, dass es ein lustiger Abend wird. So auch am Wochenende, als Chansonette Anita Palmerova – Weltstar aus Ungarn und in den Vorbereitungen einer Europatournee – und Magda Anderson, Mutter und Hausfrau, auf der Gitarre die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberten.

Diesmal gastierten die beiden urigen Frauenfiguren mit ihrem Programm „Verflixt und nachgelacht“ im KKK. Das Publikum ist mitten im Geschehen und wird auch mal zum Mitmachen animiert. Das zaubert eine einmalige Wohnzimmeratmosphäre in den Raum.

Das Programm zeichnet sich aus durch intelligente, manchmal auch anrührende Geschichten – gemischt mit viel Musik. Von allem ist etwas dabei: Comedy, Travestie und auch Musical. Sie zeigen das Beste von zahlreichen bekannten Musikgrößen und ernten zwischendurch spontan Beifall – unbedingt komisch und zum Teil pädagogisch wertvoll. Die Beiträge sind dabei alle selbst geschrieben und komponiert. Auch wurden bekannte deutsche Volkslieder einfach umgedichtet.

Die beiden Frauendarsteller verstehen ihr Handwerk: Perfekte Mimik, Gestik und schauspielerische Kunst vereinen sie zu einem unverwechselbaren und unvergesslichen theatralischen Genuss, den viele der Besucher noch lange in Erinnerung haben werden. Fast jeder Satz ein Lacher.

Viele der Gäste schienen die Darsteller aus früheren Programmen zu kennen. Fast scheint es, als hätten die Künstler ihren eigenen Fanclub mitgebracht. Sie scheuen auch nicht davor zurück, ins politische Genre zu ziehen und die Vielfältigkeit der Parteien unter die Lupe zu nehmen. Alle Parteien hätten in Deutschland ihre Daseinsberechtigung. „Man muss die Demokratie hochhalten.“ Zugleich warnen die Künstler vor einem Rechtsruck in Deutschland.

Nicht zu vergessen, dass sich Anita vom ungarischen Geheimdienst hat einkaufen lassen. Sein Name: Gula Schtopf. Das treibt Magda in einen Lachanfall, der nicht enden will. Für sie ist es Herr Gulaschtopf – merkwürdig und lustig zugleich. Allerdings versteht sie nicht, warum ihre Freundin Anita sie zwar mit auf Tournee nehmen will aber ohne Gitarre.

Am Ende des zweistündigen Programms mit anspruchsvoller Unterhaltung stehen die Zuschauer auf, um Beifall zu spenden.

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