Parkour-Training: Mehr Selbstvertrauen für Wolfenbütteler

Wolfenbüttel.  Beim Parkour-Sport bewegen sich die Sportler scheinbar mühe- und schwerelos durch urbane Räume.

Unter Anleitung erfahrener Parkours-Sportler lernten die Kinder, wie Hindernisse überwunden werden können.

Unter Anleitung erfahrener Parkours-Sportler lernten die Kinder, wie Hindernisse überwunden werden können.

Foto: Frank Schildener

Einen Einblick in diesen Trendsport gab es am Wochenende für Teilnehmer am Ferienprogramm der Stadt. Gut ein Dutzend Kinder tummelten sich in der alten Sporthalle der Großen Schule. Ursprünglich war die Veranstaltung auf dem Jugendplatz an der Langen Straße geplant. Wetterbedingt wurde sie verlegt.

In zwei Gruppen sprangen die Kinder über Hindernisse, balancierten über Schwebebalken oder kletterten an Wänden empor. Nebeneinander machten sie Kniebeugen auf dem Schwebebalken, drehten sich um, erneut Kniebeugen. Dann ging es ans Fallen. Sie mussten von einem Kasten herunterspringen und sich möglichst gut abrollen. Ziel: sich möglichst effizient, sicher und nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers von einem Punkt zum nächsten begeben.

„Bewegungsfluss und -kontrolle stehen im Vordergrund“, erklärte der Braunschweiger Julian Michel, einer von vier Parkour-Trainern aus der Region, die ihren Sport im Ferienprogramm der Stadtjugendpflege anboten. „Klettern, Hangeln, Balancieren: Das wollen wir in Grundzügen vermitteln.“ Zunächst sollen die Teilnehmer Sicherheit gewinnen und in einfachen Schritten lernen, wie Hindernisse überwunden werden. „Das richtige Abrollen ist ein Sicherheitsaspekt. Es ist beim Landen wichtig. Wir zeigen auch Techniken, die die Gelenke beim Landen auf harten Böden schonen“, so Michel. Da gehe es darum, wo die Hände zur Unterstützung richtig platziert werden oder wie man elegant im Seitwärtssprung über eine Mauer gelangt. Den Kindern machte das sichtlich Spaß, auch wenn es „nur“ über Barren, Schwebebalken und Kästen ging. Das Selbstvertrauen wuchs zusehends. Besonders bei den Sprüngen über die Kästen waren schnell Fortschritte und flüssige Bewegungen erkennbar.

Allerdings rieten die Trainer davon ab, in der Stadt einfach so über Dächer, Geländer und andere Hindernisse toben zu wollen. „Das braucht zum einen die Akzeptanz, zum anderen langes Training“, so Michel.

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