Nette Kollegen und inspirierende Gespräche im mobilen Büro

Wolfenbüttel.  Auf dem Bahnhosfvorplatz ist ein mobiles Büro aufgebaut worden. Jedermann kann einmal hineinschnuppern.

Für das Foto verlegten die Teilnehmer der Eröffnung des Coworking-Spaces ihren Arbeitsplatz auf die Terrasse: (von links) Heinrich Füchtjohann, Christiana Steinbrügge, Claus-Jürgen Schillmann, Sven Volkers, Romy Finger und Gert Bikker.

Für das Foto verlegten die Teilnehmer der Eröffnung des Coworking-Spaces ihren Arbeitsplatz auf die Terrasse: (von links) Heinrich Füchtjohann, Christiana Steinbrügge, Claus-Jürgen Schillmann, Sven Volkers, Romy Finger und Gert Bikker.

Foto: Stephanie Memmert

Ungewohnter Anblick auf dem Bahnhofsvorplatz in Wolfenbüttel. Da steht jetzt ein Container. Besser gesagt: ein mobiles Büro, in dem Menschen zusammenarbeiten können. „Coworking-Space“ ist der entsprechende Fachbegriff, ein Anglizismus, der sich in unsere Sprache einschleichen will. „Von April bis Juni wird der Container durch den Landkreis Wolfenbüttel tingeln“, sagt Sven Volkers.

Er ist der Leiter der Stiftungsverwaltung des Zukunftsfonds Asse, die den mobilen Raum bezahlt. Das Konzept dafür stammt von der Heinrich-Böll-Stiftung, auf die der Landkreis Wolfenbüttel bei einer Veranstaltung aufmerksam geworden war. Jedermann kann den mobilen Container online buchen, um ihn als mobilen Arbeitsplatz auszuprobieren: möglich sind Team-Meetings oder auch längere Team-Events – kostenlos.

Coworking ist heute eine der inzwischen gängigsten Arbeitsformen zumindest in Großstädten: Aus den unterschiedlichsten Themenbereichen kommen Arbeitnehmer und Selbstständige zusammen und teilen sich einen Arbeitsbereich – hier also den Container. Auch im ländlichen Raum soll die Idee funktionieren. Deshalb zieht das mobile Büro nach seinen Stationen am Bahnhof und auf dem Ostfalia-Campus weiter im Landkreis Wolfenbüttel.

„Mit dieser Tour wollen wir den Menschen die Möglichkeit geben, diese Form des Arbeitens kennen zu lernen“, sagt Landrätin Christiana Steinbrügge, die zugleich Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Zukunftsfonds Asse ist. Es handele sich um eine andere Idee von Arbeit, um einen Blick über den Tellerrand, der neue Ideen und neue Netzwerke produziere.

Ulrich Bähr von Coworkland, jener Genossenschaft in Gründung, die den mobilen Raum zur Verfügung stellt, veranschaulichte, dass „die Welt, in der wir leben, aus dem 19. Jahrhundert stammt. Wenn wir alles neu erfinden, würden wir auch die Arbeitsstrukturen neu aufbauen.“ Insofern sei das mobile Büro eine Weltveränderungsmaschine.

Die Vorteile eines solchen Arbeitsplatzes liegen auf der Hand, findet Volkers: „Die Menschen müssen weniger pendeln und haben mehr freie Zeit. Beruf und Familie lassen sich besser miteinander vereinbaren. Anders als im Home-Office gibt es im Coworking-Space nette Kollegen und inspirierende Gespräche.“

Und so sieht es im mobilen Büro aus: Sieben Arbeitsplätze drinnen, einer auf der Terrasse. Laptops und Arbeitsmaterialien müssen die Nutzer selbst mitbringen. Eine Kaffeemaschine ist vorhanden. Und los geht’s!

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