Landkreis will den Geburtstag des Grundgesetzes feiern

Wolfenbüttel.   Das Grundgesetz wird 70 Jahre alt. Der Landkreis Wolfenbüttel will das mit einem großen Fest feiern, an dem sich viele Bürger beteiligen sollen.

Ein Spendenlauf um den Stadtgraben könnte zu den Aktionen zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes gehören. Die Freiwillengenagentur sucht noch einen Verein, der das organisiert. Unser Foto zeigt einen Sponsorenlauf der Carl-Gotthard-Langhans-Schule.

Ein Spendenlauf um den Stadtgraben könnte zu den Aktionen zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes gehören. Die Freiwillengenagentur sucht noch einen Verein, der das organisiert. Unser Foto zeigt einen Sponsorenlauf der Carl-Gotthard-Langhans-Schule.

Foto: (Archiv)

70 Jahre alt wird das Grundgesetz in diesem Jahr. Das ist ein Grund zu feiern, finden die Landkreisverwaltung und die Freiwilligenagentur in Wolfenbüttel. Unter dem Motto „Demokratie am Laufen halten“ wollen sie am Donnerstag, 23. Mai, im Rahmen der jährlichen Demokratiekonferenz ein großes Fest in der Innenstadt organisieren. Einige Aktionen sind bereits geplant, berichten Agentur und Landkreisverwaltung. Andere können Bürger selbst auf die Beine stellen und dabei auch finanzielle Unterstützung von der Agentur bekommen.

Vormittags sind Planspiele zum Thema Demokratie mit Schülern der Oberstufen vorgesehen. Die Jugendlichen sollen sich von 9 bis 14 Uhr unter der Leitung von Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung mit dem Thema befassen. Abends ist eine Podiumsdiskussion im Lessingtheater vorgesehen. Dazwischen bleibt Raum für viele Aktionen.

„Wir wollen Bürger einladen, den Tag im Vorfeld mitzugestalten“, sagt Hunke und nennt auch gleich ein paar Beispiele. Ein Sportverein könnte einen Spendenlauf um den Stadtgraben organisieren. Auf der Wiese am Jugendzentrum könnten Vereine einen Sportpark entstehen lassen. Möglich sei auch ein Fahrradparcours, den ein Fahrradgeschäft organisiere.

Informative, kulturelle und sportliche Aktionen soll es geben. Sie sollen entlang einer Aktions-Meile in der Innenstadt angeboten werden. Die Bürger sollen ausdrücklich einbezogen werden, betont Hunke. Die Demokratiekonferenz richtet sich an Erwachsene und an Jugendliche. Ihnen sollten die Möglichkeiten gezeigt werden, die das Grundgesetz allen Bürgern biete.

Und diese Aktionen sind schon geplant: In den Sitzungssälen des Kreistags und des Stadtrats gibt es Planspiele für Schüler. Aufgezeigt werden soll, wie Demokratie funktioniert und wie Bürger sich einbringen können. Für jede Gruppe seien 40 Plätze vorhanden. Die Plätze seien noch nicht vergeben.“ Wir freuen uns wenn Schulen auf uns zukommen“, sagt Axel Klingenberg, der das Projekt gemeinsam mit Besnik Salihi leitet.

Bis 14 Uhr sollen die Diskussionen im Rathaus und im Kreishaus dauern. Im Filmpalast werden danach zwei Filme gezeigt. „Suffragetten“ befasst sich mit den Anfängen der feministischen Bewegung. Außerdem ist die Mediensatire „Die Truman Show“ zu sehen.

Entlang der Langen Straße soll Bürgern weiter Raum zum mitmachen gegeben werden. Einzelpersonen und Institutionen sollen Demokratie-Spots einrichten, an denen sie sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Grundgesetz und Bürgerbeteiligung befassen.

„Das Grundgesetz ist etwas, worauf die Gesellschaft stolz sein kann,“ sagt Hunke. „Wir wollen mit den Bürgern eine kritische Bilanz ziehen.“

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