Klarer Nachthimmel sorgt für gute Sicht auf Blutmond

Wolfenbüttel.  In Wolfenbüttel stehen die Wetterprognosen für das Naturschauspiel gut. Allenfalls Nebel könnte den Blutmond noch verdecken.

Der Blutmond auf dem Bild wurde am 27. Juli 2018 vom Wolfenbütteler Astronomie-Experten Bernd Nagel aufgenommen. 

Der Blutmond auf dem Bild wurde am 27. Juli 2018 vom Wolfenbütteler Astronomie-Experten Bernd Nagel aufgenommen. 

Foto: BERND NAGEL / Bernd Nagel

Ein besonderes Naturereignis wird am Montag in den frühen Morgenstunden am Himmel erwartet. Dann begibt sich der Mond komplett in den Kernschatten der Erde und ein roter Blutmond erscheint. Die Chance, auf einen klaren Nachthimmel, steht für diese Nacht gut. Bei bis zu Minus acht Grad wird es zwar bitterkalt, „aber es gibt keine bis wenig Wolkenfelder“, sagt Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst. Der Eintritt in den Kernschatten beginnt morgens um 4.34 Uhr. Gegen 5.08 Uhr ist der Mond zur Hälfte verfinstert. „Gegen 6.31 Uhr ist die maximal Verfinsterung erreicht“, sagt Bernd Nagel, Vorsitzender des Wolfenbütteler Astronomievereins „Pegasus“.

Der Vorsitzende empfiehlt, die Mondfinsternis nicht zu verpassen. „Am Montag ist der Mond rund 358.000 Kilometer von der Erde entfernt, das ist sehr nah“, so Nagel. Bei der Mondfinsternis vor rund einem Jahr sei der Mond noch 410.000 Kilometer von der Erde entfernt gewesen. „Und die nächste totale Mondfinsternis kommt erst im Jahr 2025“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Das wird wieder ein besonderes Erlebnis“, sagt Nagel. Von dem Naturphänomen sei er fasziniert.

Für diejenigen, die eine gute Sicht auf den Blutmond genießen möchten, hat der Astronomie-Experte einen Tipp: „Mondliebhaber sollten sich auf den Weg in Richtung Adersheim machen. Am Westrand des Ortsteils ist der Blick auf den Mond am Besten“, sagt Nagel. Auch am Fümmelser Wald stehen die Chancen gut, den Blutmond am Himmel zu beobachten. „Wer das Spektakel am Himmel sehen möchte, muss sich jedoch früh morgens aus dem Bett quälen“, berichtet Nagel.

Mondliebhaber sollten sich in der Nacht der Mondfinsternis warm anziehen. „Es gibt Frost, die Temperaturen sinken stark“, sagt der Wetterexperte. „Und es könnte auch neblig werden“, sagt Hansen. Eine Garantie, dass der Blutmond sichtbar ist, gibt es also nicht. „Gerade in den frühen Morgenstunden ist die Wahrscheinlichkeit für Nebel am höchsten“, heißt es beim Wetterdienst. Zudem weht der Wind in der Nacht nur sehr schwach, so dass sich die Nebelfelder nur langsamer auflösen. „Im Großen und Ganzen stehen die Chancen jedoch gut, dass der Blutmond zu sehen ist“, prognostiziert Hansen.

Um ein besonders schönes Foto vom Blutmond festzuhalten, empfiehlt der Vorsitzende des Astronomievereins die Linse der Fotokamera per Hand einzustellen. „Ein Schnappschuss mit dem Handy geht meistens schief, die Auflösung ist zu schlecht“, sagt Nagel. Besser sei eine professionelle Kamera und ein Stativ, um das Bild nicht zu verwackeln.

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