Spielkisten im Bürgermuseum wecken die Lust am Ausprobieren

Wolfenbüttel.  Das macht nicht nur Kinder neugierig: Spenden ermöglichen die neuen Angebote im Bürgermuseum in Wolfenbüttel.

Die Station „Kartoffelbrei“ stellen hier (von links) Christa Duesberg, Sandra Donner und Cortina Teichmann vor.

Die Station „Kartoffelbrei“ stellen hier (von links) Christa Duesberg, Sandra Donner und Cortina Teichmann vor.

Foto: Udo Starke

Im Bürgermuseum in Wolfenbüttel gibt es zwei weitere Attraktionen. Unter dem Motto „Geschichte sinnlich erfahrbar und begreifbar machen“ wurden am Freitag zwei neue Aktivstationen präsentiert. Die Neuheit richtet sich vornehmlich an Kinder und Schüler, aber auch Familien und interessierte Erwachsene können auf Entdeckungsreise gehen.

Möglich gemacht haben die zwei „Spielkisten“ die finanzielle Unterstützung der privaten Förderer Dr. Gerhard Bauer und Manfred Flotho, Rotary Club Salzgitter-Wolfenbüttel, und der Förderverein Museum Wolfenbüttel. Flotho hatte beispielsweise bei seinem runden Geburtstag bewusst auf Geschenke verzichtet und um eine Spende für das Bürgermuseum gebeten.

„Dadurch konnte die eine Station – Wolfenbüttel 1750 – Berufe am Wasser – realisiert werden“, erklärte Cortina Teichmann, Museumspädagogin des Museums Wolfenbüttel, im Beisein von Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel, und der Vorsitzenden des Fördervereins Museum Wolfenbüttel, Christa Duesberg. Thematisiert wird die Nutzung und Bedeutung des Okerwassers.

Mit Hilfe von Schablonen können auch Kinder, die noch nicht lesen können, ihr Wissen erweitern. Ein interaktives Spiel bietet dabei vielfältige Erkenntnismöglichkeiten. Spielerisch erleben und erfahren lautet das Motto.

„Mit der Erweiterung des museumspädagogischen Angebots im Bürgermuseum wird die Attraktivität nicht nur für jüngere Besucher noch einmal gesteigert. Denn die optisch ansprechend gestalteten Stationen machen neugierig und Lust, die angebotenen Dinge zu begutachten und auszuprobieren“, sagte Teichmann. Donner ergänzte: „Die Kinder haben dadurch früh die Gelegenheit, die Stadt und deren Geschichte besser kennenzulernen. Hier findet Identifikation mit der eigenen Stadt statt.“

Eine weitere Station zum Themenbereich Industrialisierung wurde vom Förderverein Museum Wolfenbüttel finanziert. „Das übergreifende Thema sind die Auswirkungen maschineller Produktion auf die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen heute“, meinte Teichmann. Hier werde die Verarbeitung der Kartoffel zu Kartoffelbrei unter die Lupe genommen. Die Zubereitung des maschinell hergestellten Fertigproduktes werde dem von Hand gemachten Produkt gegenübergestellt. Die jungen Besucher könnten so die einzelnen Arbeitsschritte anschaulich nachvollziehen. Ziel sei es laut Teichmann, das Museum Wolfenbüttel als einen lebendigen Ort der Kommunikation zu etablieren.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder