Mitfahrpunkte sollen Leindern und Crammern mehr Mobilität bringen

Wolfenbüttel.  In Cramme und Leinde machen sich Bürger Gedanken, wie man auf den Dörfern mobiler werden kann. Mitfahrpunkte und eine App sollen helfen.

Eine Frau sitzt auf der Mitfahrerbank. In Leinde und Cramme sollen Mitfahrpunkte eingerichtet werden.

Eine Frau sitzt auf der Mitfahrerbank. In Leinde und Cramme sollen Mitfahrpunkte eingerichtet werden.

Foto: Friederike Noske (Archiv)

Mitfahrpunkte soll es bald in Cramme, Leinde und umliegenden Dörfern geben. Im Rahmen des Projekts Auno Domo entwickeln Bürger ein Konzept für mehr Mobilität. Die Mitfahrpunkte sind ein wichtiger Teil davon, berichtet Sabine Neef, Geschäftsführerin der Firma Merkwatt, die die Entwicklung des Projekts im Kreis Wolfenbüttel unterstützt.

14 Mitfahrpunkte soll es in Leinde, Cramme und Umgebung geben. Das sei während des jüngsten Treffen im Leinder Otto-Roloff-Haus deutlich geworden. Sie sollen in den beiden Dörfern und den umliegenden Orten, Adersheim, Immendorf, Barum und Groß Flöthe eingerichtet werden.

Mitfahrbänke mit einem Richtungsanzeiger sollen ebenso dazugehören wie eine Informations-Vitrine, in der es Auskünfte übe die weiteren Mitfahrpunkte und die Verbindungen zu Bussen und zur Bahn gibt „Die Hinweise auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind ganz wichtig. Es ist ein kooperatives System, eine Ergänzung, keine Konkurrenz zum ÖPNV, erklärt Neef. Für Notfälle, wenn es gar nicht anders weitergeht, sollen an den Mitfahrpunkten auch Telefonnummern von Taxi-Unternehmen hinterlegt werden.

Das Projekt Auno Domo gibt es an drei Regionen im Landkreis. In Burgdorf und am Elmrand befassen sich ebenfalls Bürger mit Konzepten für mehr Mobilität. In Cramme und Leinde sei es erst im Frühsommer richtig losgegangen, berichtet Neef. Die Arbeitsgruppe profitiere nun aber von den Überlegungen, die es in den anderen Gruppen geben habe. Beispielsweise wollten Cramme/Leinde das Registrierungssystem übernehmen, das in Burgdorf entwickelt worden sei. Es sehe vor, dass sich Teilnehmer registrieren lassen. Mit Hilfe einer Nummer sind sie dann leicht zu erkennen. Dadurch soll die Anonymität durchbrochen und mehr Sicherheit geschaffen werden.

Wie bereits am Elmrand und in Burgdorf soll auch in Leinde und Cramme eine App zum System gehören. Übe diese können die Teilnehmer leicht Miteinander kommunizieren und Verabredungen treffen. Außerdem sollen dort unter anderem auch ÖPNV-Fahrpläne hinterlegt werden. Die Produktion der App sei allerdings in Stocken geraten, berichtet Neef. Die Firma diese anbiete,habe derzeit Personalprobleme. Der Einsatz könne sich daher verzögern.

Ein nächstes Treffen ist für Oktober geplant. außerdem soll es Absprachen mit den umliegenden Dörfern geben, kündigt Neef an.

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