Brand an der Goslarschen Straße: Suche nach Ursachen geht weiter

Wolfenbüttel.  Die Ursache für den Brand des Mehrfamilienhauses an der Goslarschen Straße in Wolfenbüttel ist weiter unklar. Ein Gutachten soll Klarheit bringen.

Die Staatsanwaltschaft untersucht immer noch, warum das Haus an der Zickerickstraße/Goslarsche Straße in Brand geriet.

Die Staatsanwaltschaft untersucht immer noch, warum das Haus an der Zickerickstraße/Goslarsche Straße in Brand geriet.

Foto: Jörg Koglin

Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen nach wie vor, wie es zu dem verheerenden Brand des Mehrfamilienhauses an der Zickerickstraße 1 in Wolfenbüttel kam. Ungeklärt ist weiterhin ebenfalls, warum in der Brandnacht ein 61-jähriger Hausbewohner starb. In beiden Fällen stehen die Ergebnisse von Gutachten noch aus, berichtet Christian Wolters, Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft.

Das Brandgutachten habe die Wolfenbütteler Polizei ein Auftrag gegeben. Bevor die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, könne man keine näheren Angaben machen. Die Staatsanwaltschaft schließe aber auch Brandstiftung nach wie vor nicht aus.

Auch über die Hintergründe des Tods des 61-jährigen Hausbewohners soll ein Gutachten näheren Aufschluss geben. Beauftragt ist damit die Rechtsmedizin. Aller Voraussicht nach sei der Mann bei dem Sprung aus dem zweiten Stock des Gebäudes in ein Rettungskissen der Feuerwehr so schwer verletzt worden, dass er später an den Folgen starb, sagt Wolters. Er betont aber, dass dies bei weitem noch nicht sicher sei. Andere Todesursachen seien möglich. Unter Umständen habe der Mann auch eine tödliche Rauchvergiftung erlitten. Es sei also unbedingt notwendig, die Ergebnisse des Gutachtens abzuwarten.

Das Haus an der Ecke Zickerickstraße/Goslarsche Straße geriet Dienstagabend, 10. Juli, in Brand. Das Feuer breitete sich offenbar schnell aus. Laut Feuerwehr wurden zehn Menschen verletzt (wir berichteten).

Eingestellt hat die Staatsanwaltschaft hingegen die Untersuchungen zum Brand im Gebäude der Heckners Druck-Service GmbH an der Harzstraße 23, in dem auch die Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung ihren Sitz hatte. Das Feuer war am 4. Mai ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte anschließend wegen schwerer Brandstiftung gegen unbekannt.

Man gehe immer noch davon aus, dass das Feuer gelegt wurde, sagt Wolters: „Der Verdacht besteht nach wie vor. Es gibt aber keine weiteren Ermittlungsansätze mehr.“ Man habe zur Brandzeit keine Verdächtigen beobachtet. Außerdem sei die Motivation für eine Brandstiftung unbekannt.

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