Sport verbindet 200 Jugendliche aus 8 Nationen in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel  Die Wolfenbütteler „Interkulturellen Höfe“ zeigen, wie Integration mit Breakdance, Skaten, Parkour und Basketball gelingen kann.

Breakdancer Kahledin zeigt seine Gelenkigkeit bei den Interkulturellen Höfen in Wolfenbüttel.

Breakdancer Kahledin zeigt seine Gelenkigkeit bei den Interkulturellen Höfen in Wolfenbüttel.

Reges Treiben mit dröhnender Musik auf dem Jugendplatz an der Langen Straße in Wolfenbüttel. Mehr als 200 Jugendliche aus acht Nationen (Deutschland, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Türkei, Albanien, Ghana, Südkorea) ließen ihren sportlichen Neigungen am Freitagabend grenzenlosen Lauf.

Angesagt war im Rahmen der „Interkulturellen Höfe“ unter dem Motto „Sport verbindet“ ein großangelegtes Treffen, um friedlich und gemeinsam einige Stunden Spaß zu haben. Organisiert hatte das Event die Freiwilligen Agentur mit Leiterin Astrid Hunke an der Spitze.

Auf dem Jugend- und Skaterplatz gab es reichlich Gelegenheit, sich sportlich zu beweisen. Immer im Mittelpunkt: der Gemeinschaftsgedanke und der Austausch untereinander. „Vielfalt und Toleranz sollen heute an erster Stelle stehen“, sagte Hunke, die mit ihrem rund 30-köpfigen Team für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Dabei hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihr Können in den Bereichen Basketball, Breakdance, Skateboard, Parkour und Fußball unter Beweis zu stellen. Unterstützt wurde der Organisator vom Trashpark Wolfenbüttel (Skateshow), von Break Unit (Freestyle), der Turngemeinde Wolfenbüttel (Parkour) und dem ESV Wolfenbüttel (Fußball). Dabei wurde auch ein Basketballturnier auf die Beine gestellt. Es wurde ein Fairness-Pokal ausgelobt. Ehrenamtliche Jugendliche, mit und ohne Migrationshintergrund, unterstützen tatkräftig bei der Organisation. Das Team nennt sich „Aus dem Rahmen“ und wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

Auch das Projekt „Patenschaften für Neuzugewanderte“ beteiligte sich. „Sie wollen demonstrieren, dass Sport ein gutes Mittel zur Integration ist“, verdeutlichte Astrid Hunke. Des Weiteren werde „Sport verbindet“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und der Patenschaft für Demokratie im Landkreis Wolfenbüttel gefördert.

Den zahlreichen Teilnehmern machte die Aktion sichtlich Spaß. Max (28), ein begeisterter Breakdancer, hob die Vielfalt der Aktion hervor. „Ich liebe derartige Feste, es könnte sie ruhig öfter geben, denn man lernt leicht viele andere Leute in lockerer Atmosphäre kennen. Für mich ist Breakdance klasse, weil alle Gelenke im Einsatz sind, das hält fit“, erklärte er.

Auch Kahledin (17) aus Afghanistan war begeistert: „Ich lebe seit zwei Jahren in Wolfenbüttel und fühle mich wohl. Heute gibt es die einmalige Gelegenheit Kontakte zu knüpfen. Das ist ein tolles Angebot für alle. Das könnte ruhig öfter stattfinden.“

Projektkoordinatorin Steffi Bischoff von der Freiwilligen Agentur meinte: „Wir sind heute das erste Mal hier, es ist einfach klasse. Wir wollen aufzeigen, wie verschieden Integration laufen kann. Über die sportliche Schiene geht das bestens, um die Menschen zusammenzubringen.“

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