Doch kein verkaufsoffener Sonntag im Mai in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel  Die Wolfenbütteler Einzelhändler sagen den Einkaufs-Sonntag ab, weil in Braunschweig die Läden öffnen.

Die Mobilen Welten rund um den Stadtmarkt werden vom 6. Mai auf den 8. April vorgezogen.

Die Mobilen Welten rund um den Stadtmarkt werden vom 6. Mai auf den 8. April vorgezogen.

Foto: Memmert

Anders als geplant wird es in Wolfenbüttel dieses Jahr nur drei statt vier verkaufoffene Sonntage geben. Die Image-Werbegemeinschaft Wolfenbüttel (IWW) und die Einzelhändler entschieden, den Sonntag, 6. Mai, doch nicht bei der Stadt zu beantragen. „Es war eine Mehrheitsentscheidung von uns Einzelhändlern“, sagt IWW-Vorstandsmitglied André Volke, der ein Sportgeschäft betreibt.

Zur Absage kam es, da Braunschweig ebenfalls einen verkaufsoffenen Sonntag auf den Wolfenbütteler Termin gelegt hat. Sprecher Thorsten Raedlein erklärt für die Stadt Wolfenbüttel: „Wir haben den Einzelhändlern vorgeschlagen, den verkaufsoffenen Sonntag trotzdem zu veranstalten oder auf einen anderen Termin auszuweichen.“ Aber der Handel habe sich gegen beide Varianten entschieden. Raedlein betont, die Stadt könne nur für Rahmenbedingungen sorgen. „Mit Leben füllen muss das der Handel.“

Volke erklärt, wegen der zahlreichen Veranstaltungen und der 900-Jahr-Feier Wolfenbüttels habe man „keinen adäquaten Ausweichtermin“ finden können. Eine Überlegung sei gewesen, auf den 3. Juni auszuweichen, wenn auch das Streetfood-Festival stattfindet. „Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass es sich für uns Einzelhändler selten lohnt, auf solche Termine mit Party-Charakter mit aufzuspringen.“

Wie kam es zu der Überschneidung mit Braunschweig? „Natürlich haben wir vorher in Braunschweig nachgefragt, als wir die Termine für 2018 festgelegt haben“, sagt Volke. „Aber damals standen die Daten der verkaufsoffenen Sonntage dort noch nicht fest.“ Als sich die Braunschweiger nun ebenfalls festlegten, nahmen sie keine Rücksicht auf die Wolfenbütteler.

„Na dann erst recht“, hätte es geheißen, wäre es nach Harald Borm gegangen. Allerdings konnte sich der Vorsitzende des Wolfenbütteler Einzelhandelsverbands nicht bei seinen Kollegen durchsetzen. „Ich finde das sehr schade. Warum sollen wir denn immer wegrücken?“ Der 6. Mai sei der beste Termin von allen gewesen.

Um Überschneidungen in Zukunft zu vermeiden, werde die IWW stärker als bisher das Gespräch mit dem Braunschweiger Einzelhandel suchen, sagt André Volke: „Schließlich wollen wir kein Gegeneinander. Und wenn sich die Termine überschneiden, ist das schlecht für den Umsatz.“ Abstimmung sei wichtig, sagt auch Raedlein, allerdings gehörten dazu immer beide Seiten.

Das ursprünglich für den 6. Mai geplante Rahmenprogramm „Mobile Welten“ soll kurzfristig vorgezogen werden und bereits im Rahmen des „Frühlingserwachens“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 8. April stattfinden.

Auch wenn es dieses Jahr nur drei verkaufsoffene Sonntag in der Wolfenbütteler Innenstadt geben wird, befürwortet die IWW weiterhin Initiativen einzelner Quartiere oder Gewerbegebiete, einen eigenständigen Antrag auf Sonntagsöffnung zu stellen.

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