„Schreibniz“ besorgt alles für’s Büro

Wolfenbüttel  Die Schülerfirma der Leibniz-Realschule stellt ihr Erfolgsmodell und neue Geschäftsideen vor.

Die Zehntklässler Justyna Hecko (l) und Louis Hansonis (r), Mitglieder der Schülerfirma „Schreibniz“, zeigen ihre neuen und einheitlich gestalteten Firmen-T-Shirts im Beisein von Lehrer Marcus Hilse (zweiter von links) und Torsten Rupprecht, Vorsitzender des geldgebenden Schulvereins.

Die Zehntklässler Justyna Hecko (l) und Louis Hansonis (r), Mitglieder der Schülerfirma „Schreibniz“, zeigen ihre neuen und einheitlich gestalteten Firmen-T-Shirts im Beisein von Lehrer Marcus Hilse (zweiter von links) und Torsten Rupprecht, Vorsitzender des geldgebenden Schulvereins.

Foto: Kleinert

In einer 8. Klasse fehlen Klarsichthüllen oder Textmarker, im Sekretariat sind linierte Blöcke oder Anspitzer ausgegangen, ein Lehrer sucht nach Schulheften oder Trennregistern. „Kein Problem, wir beschaffen alles“, sagt Louis Hansonis, Schüler des 10. Jahrgangs an der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel.

Louis Hansonis ist einer von 15 Zehntklässlern, die sich in der Schülerfirma „Schreibniz“ einbringen. Eine Firma, die 2015 aus einem Existenzgründerkurs an der Schule hervorging. Ihre Geschäftsidee: Der Verkauf von Büro- und Schreibartikeln in der eigenen Schule.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten ist teilweise groß“, sagt Justyna Hecko. Anfangs öffnete das Verkaufsteam sein kleines „Schreibwarengeschäft“ im Erdgeschoss nur in der ersten großen Pause, inzwischen stehen die „Schreibniz“-Verkäufer in beiden großen Pausen hinter ihrem Tresen. Tintenkiller, Pappmappen, Plakate, Zeichenblöcke, Taschenrechner, Radiergummis, Kugelschreiber, Bleistifte, Lineale das Sortiment ist umfangreich, und was nicht vorrätig ist, wird bestellt und nachgeliefert. „Wir ordern bei einem Großhändler“, erzählt Louis Hansonis. Das kommt den Käufern zugute, sagt der Zehntklässler, denn: „Unsere Firma ist nicht auf Gewinnmaximierung aus, sondern auf günstige Preise.“

Marcus Hilse, betreuender Lehrer des Schülerprojekts, sieht viele Vorteile für die wirtschaftenden Schüler. „Sie steigern ihre Kompetenzen und wachsen mit ihren Aufgaben.“ Die Jugendlichen lernen für ein Jahr im „eigenen“ Unternehmen die Regeln der Wirtschaft. Bilanzen, Kalkulationen, Buchführung, Marketing, Ein- und Verkauf – „das alles gibt einem schon einen ziemlich guten Einblick ins Kaufmännische“, sagte Louis Hansonis.

Künftig werden die Schüler hinter dem Verkaufstresen einheitlich gekleidet auftreten. Sie haben sich 25 bedruckte „Schreibniz“-T-Shirts angeschafft. Hilfreich war ihnen dabei eine finanzielle Anleihe in Höhe von 150 Euro bei einer anderen Schülerfirma sowie die Spende in Höhe von 100 Euro durch den Schulverein.

Um sich und ihr Handeln noch bekannter zu machen, beteiligen sich die Leibniz-Realschüler am 28. Februar in den Schloss Arkaden in Braunschweig an einer Messe für Schülerunternehmen aus der Region. Auch weitere, eigene Geschäftsideen sollen dort vorgestellt werden, so Justyna Hecko. Zum Beispiel stellen die Leibniz-Schüler flüssigen Klebstoff auf Mehl- und Wasserbasis her.

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