Wolfenbütteler Händler wollen Online-City verbessern

Wolfenbüttel  Um Wolfenbüttels Internet-Plattform Online-City ist es ruhig geworden. Die Händler wollen den Netz-Auftritt verbessern und emotionaler gestalten.

Andre Volke zeigt die Internetseite Online-City Wolfenbüttel. Sie soll emotionaler gestaltet werden.

Andre Volke zeigt die Internetseite Online-City Wolfenbüttel. Sie soll emotionaler gestaltet werden.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Der Einzelhandel in Wolfenbüttel will mehr für seine Internet-Präsenz tun. Seit zwei Jahren gibt es die Plattform Online-City, auf der sich Händler, Dienstleister und Gastronomen im weltweiten Netz darstellen und Produkte anbieten können. Bis zu 3000 Mal pro Monat wurde die Seite noch im Jahr 2016 angeklickt. Die aktuellen Zahlen berichtet auf Nachfrage weder die Stadt noch das Unternehmen Atalanta, das die Seite betreibt. Das Interesse hat aber offenbar nachgelassen.

„Derzeit ist es ruhig geworden um die Online-City. Aber sie ist nicht tot“, sagt Andre Volke, der Vorstandsmitglied bei der Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel (IWW), der das Projekt von Anfang an vorangetrieben hat. 38 Wolfenbütteler Händler präsentieren ihre Geschäfte derzeit auf der Internet-Plattform. Vor einiger Zeit waren es noch 41 Händler, weiß Volke.

Wie viele Kunden über das Internet-Portal den Weg in ein Wolfenbütteler Geschäft gefunden hätten sei nicht messbar. Auf Dauer komme aber kein Händler mehr am Internet vorbei. Trotzdem hätten einige Geschäftsleute immer noch nicht die nötigen Voraussetzungen für einen Online-Shop geschaffen. „Man bracht ein Warenwirtschaftssystem, in dem alle Waren registriert sind. Und es macht Arbeit, ein solches System zu pflegen“, weiß Volke.

Wer einkaufen wolle, nutze aber heutzutage in der Regel das Internet – zumindest um sich über das Angebot zu informieren. Wer den Kunden dort ansprechen wolle, müsse im Netz präsent sein, entweder über einen eigenen Online-Laden, der auf den großen Plattformen wie Amazon oder E-Bay gelistet sei, oder über ein lokales Portal wie die Online-City Wolfenbüttel. Volke zeigt am Computer schnell, wie es funktioniert. Wer beispielsweise Sportsocken sucht und dabei den Namen der gewünschten Stadt mit eingibt, stößt schnell auf ein Geschäft der Online-City Wolfenbüttel, wer ohne Städtenamen sucht, landet auf den großen überregionalen Plattformen. Gegen diese könne der Wolfenbütteler Einzelhandel auf Dauer nicht bestehen, wenn die Kunden kein Interesse an Regionalität hätten, befürchtet Volke: „Es gibt immer jemanden, der noch billiger anbietet.

Bei der Weiterentwicklung der Online-City Wolfenbüttel sollen daher andere Dinge im Mittelpunkt stehen. Kunden sollen Produkte künftig bundesweit direkt über die Plattform bestellen können. Die Präsentationen der Geschäfte werden emotionaler. Dadurch soll eine stärkere Verbindung erzeugt werden. „Das ist etwas, das die großen Online-Plattformen nicht leisten können“, sagt Volke.

In Schaufenstern von Geschäften soll man Online-City auf Bildschirmen sehen. Dadurch soll die Plattform bekannter werden.

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