Awo-Neubau: Bewohner ziehen im Herbst ein

Wolfenbüttel  Der erste Bauabschnitt des neuen Awo-Wohn- und Pflegeheims Im Kamp ist fertig.

Mehr Platz, mehr Licht, mehr Komfort für die Bewohner – all das soll der Neubau des Wohn- und Pflegeheims der Arbeiterwohlfahrt (Awo) bieten. Das betonte Einrichtungsleiterin Ellen Arndt bei einem Rundgang am Donnerstagnachmittag. Die SPD hatte als Teil ihres Sommerprogramms zu der Besichtigung des Neubaus eingeladen – und über 50 Senioren waren gekommen.

Das Interesse ist groß an dem neuen Wohn- und Pflegeheim, das in der Straße Im Kamp in Wolfenbüttel gebaut wird. Die Awo reißt dort ihr altes Heim ab und baut für rund 15 Millionen Euro ein neues – während des laufenden Heimbetriebs (wir berichteten).

Ende Juni vergangenen Jahres ist der Grundstein gelegt worden. Nun ist der erste Bauabschnitt fertig, einer der drei Flügel. In dem Trakt soll unter anderem die Verwaltung, die Küche und der große Speise- und Festsaal eingerichtet werden. Der Speisesaal soll mit mobilen Raumteilern ausgestattet sein. An die Decke wird ein Beamer für Filmabende und Präsentationen montiert. Eine Terrasse wird umläufig gebaut. Das Sommerfest am 19. August soll schon in dem neuen Festsaal gefeiert werden, sagt Arndt.

Neu ist ein Raum der Stille, der künftig Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen einen Rückzugsort bieten soll. Ein Highlight ist die Dachterrasse in der dritten Etage. Von ihr bietet sich ein weiter Blick über Wolfenbüttel. Die Besucher des Rundgangs waren begeistert. „Hier werden wir dann mit unserem Sundowner sitzen“, scherzt Heimleiterin Arndt.

Auch Platz für 52 Bewohner bietet der Teil des Neubaus, der nun fertiggestellt ist. Im September sollen sie einziehen. Sie erwarten größere Zimmer mit bodentiefen Fenstern und einem Bad mit Toilette, Waschbecken und einer Dusche. Derzeit sind die Zimmer nur mit Waschbecken und WC ausgestattet. Die neuen Räume werden um die 25 Quadratmeter groß sein, hinzu kommt das Bad, das zwischen 4,5 und 5,5 Quadratmetern liegt.

45 Heimbewohner haben bereits zugesagt, in den Neubau zu ziehen. Andere überlegen noch. Fest steht, dass die Unterbringung in dem modernen Gebäude teuerer werden soll. Wie viel teurer, kann Arndt noch nicht genau sagen.

Wenn das Wohn- und Pflegeheim voraussichtlich im Jahr 2019 komplett fertig ist, wird es mehr
Plätze geben als jetzt. Aktuell können 144 Bewohner im Heim leben, künftig können 167 Menschen untergebracht werden.

Es soll fast doppelt so viele Einzelzimmer geben. Neu sind auch drei Partnerzimmer. Das sind zwei Einzelzimmer, die durch eine Tür verbunden sind. Eine Option für Paare, die entweder in einem Zimmer wohnen und in dem anderen Zimmer schlafen möchten oder einfach nur durch eine Tür enger verbunden sein wollen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder