Die Demokratie stärken

Wolfenbüttel  Der Begleitausschuss, der über Projektgelder von „Demokratie leben“ entscheidet, tagt zum ersten Mal in neuer Form und will neue Schwerpunkte setzen.

Der Begleitausschuss „Demokratie leben“ hält den von ihm ins Leben gerufenen interkulturellen Kalender in die Höhe.

Der Begleitausschuss „Demokratie leben“ hält den von ihm ins Leben gerufenen interkulturellen Kalender in die Höhe.

Foto: Geraldine Oetken

Eine Kriegswitwe aus Deutschland spricht mit einem Flüchtling aus Syrien über Flucht und Krieg. Die Freiwilligenagentur und der Box-Athletic-Club organisieren die Veranstaltung, die Arbeiterwohlfahrt stellt das Catering.

Das Projekt mit den vielen Beteiligten hat die Initiative „Demokratie Leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend möglich gemacht. Mit der Initiative soll die Demokratie in den Städten und Kommunen stärken und Projekte gegen Rechtsextremismus fördern. Insgesamt neun solcher Projekte, wie der Abend des Boxclubs und der Freiwilligenagentur, hat ein Begleitausschuss bereits im vergangenen Jahr in Wolfenbüttel mit dem Fonds vom Bund gefördert.

Ein angenehmer Nebeneffekt des Begleitausschusses: Bereits bestehende Initiativen konnten sich vernetzen – und so teilweise auch Kosten senken. „Dadurch, dass sich die Arbeiterwohlfahrt um das Catering gekümmert hat, hat das Projekt schon 400 Euro gespart“, freut sich Astrid Hunke, von der Freiwilligenagentur, die das Projekt mit koordiniert..

Am Montagabend hat der Begleitausschuss zum ersten Mal in seiner neuen Besetzung getagt. Ein Teil der 20 Mitglieder kommen aus Verwaltung und Politik, wie der Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen, Detlef Kaatz. Der andere Teil wurde im vergangenen Jahr bei einer Demokratie-Konferenz, die der vorherige Ausschuss organisiert hat, gewählt. Dabei ist auch Detlef Puchert von der Seniorenredaktion des Medienzentrums: „Wir haben die Pflicht, unser demokratisches System zu schützen und bekanntzumachen, dass sie keinesfalls ein Gottesgeschenk ist.“

„Für 2017 hat sich der Fördertopf sogar auf 50 000 Euro verdoppelt“, freut sich Heide Gebhardt vom Bildungszentrum Wolfenbüttel, die die Initiative ebenfalls koordiniert. Etwa ab Februar könnten sich Projektgruppen für einen Teil der Fördersummen bewerben. „Einen Schwerpunkt sollen in diesem Jahr Jugendprojekte bilden“, sagt Astrid Hunke. Unterstützung im Begleitausschuss haben sie schon: Leon Kreinacke ist im Jugendparlament tätig und Carsten Ziebarth ist der Kreisjugendpfleger im Landkreis.

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