Integration mit Kalender und Fahrradmantel

Kreis  Zwölf Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit entstanden im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie. Unter anderem entstand eine Fahrradwerkstatt.

Besnik Salihi (links) und Kreshnik Keqa haben einen interkulturellen Kalender gestaltet.

Besnik Salihi (links) und Kreshnik Keqa haben einen interkulturellen Kalender gestaltet.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Zwölf Projekte entstanden im Laufe des Jahres im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie, die vom Landkreis und der Freiwilligen-Agentur getragen wird. Alle sollen dazu beitragen, Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken und demokratisches Verhalten zu stärken. Die Partnerschaft soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Vereine und Verbände können neue Projektanträge stellen.

Das Spektrum reicht bisher von einer Tanzveranstaltung mit Menschen aus vielen verschiedenen Nationen über eine mobile Fahrradwerkstatt bis einem interkulturellen Kalender, der für das nächste Jahr die christlichen, jüdischen, muslimischen sowie die gesetzlichen Feiertage zeigt. Verzeichnet sind außerdem die Schulferien.

Harald Seiler startete in Hornburg das „Bunte Sofa“. Er richtete einen Familientreffpunkt ein, um Flüchtlingen die deutsche Sprache und die Kultur zu vermitteln. Gesprächskreise seien entstanden. Seiler: „Wichtig ist, dass die Einheimischen die Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen.“

Die Veloworks-Fahrradinitiative entwickelte eine mobile Fahrradwerkstatt. „Dabei helfen Geflüchtete Einheimischen“, berichtete Jürgen Hartmann. In Wolfenbüttel funktioniere das Angebot. Im Kreis sei es sonst lediglich in Cremlingen auf Interesse der Gemeinden gestoßen.

Der Verein Inspired by Dance stellte in der Lindenhalle einen Tanzworkshop auf die Beine. Rund 300 Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Nationen machten mit und waren gemeinsam kreativ bei der Gestaltung von Tänzen, berichtete Organisator Michael Fehst.

Der Boxclub BAC organisierte einen Aktionstag mit dem Titel „Als Partner – für Demokratie kämpfen.“ Dabei wurden Sport, Kultur, ein Café-Treff und gemeinsames Essen angeboten. 90 Prozent der Teilnehmer seien Flüchtlinge gewesen, berichtet Organisator Ulrich Hackbarth. Auch jenseits des Aktionstages setze sich der BAC für Integration ein. 15 bis 20 Flüchtlinge nehmen laut Hackbarth regelmäßig am Training des Vereins teil.

Das Aha-Erlebnismuseum feierte den Weltkindertag mit Kindern und Jugendlichen aus vielen Nationen. Das Programm wurde gemeinsam erstellt, berichtete Museumsleiterin Annette Goslar.

Die weiteren Projekte: Bündnis gegen Rechtsextremismus: Gedenkfeier zur Pogromnacht. Stadtteilnetzwerk Nord Ost: interkulturelles Lichterfest. Awo Wolfenbüttel: Entstehung und Durchführung demokratischen Handels. Seniorenredaktion: Videofilme über „Demokratie Leben!“. Jugendparlament: Beteiligungsprojekt Peer-Education. Stadtjugendring: Projektleitung zu Jugendarbeiten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder