Schüler stellten Politikern viele Fragen

Wolfenbüttel  Im THG fand eine Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten statt.

„Warum soll Herr Pink weg?“ Mit dieser provokanten Frage wandten sich die beiden Moderatoren Benita Haß und Fernando Will an ihr Publikum im Theodor-Heuss-Gymnasium (THG). Dort schauten sich die Oberstufenschüler eine Podiumsdiskussion an.

Bürgermeister Thomas Pink (CDU) spitzte die Ohren, wie seine beiden Herausforderer zur Bürgermeisterwahl am Sonntag, 25. Mai, denn wohl reagieren würden. Stefan Brix (Bündnis 90/Die Grünen) meinte verhalten: „Es gibt vieles, was in Wolfenbüttel gut läuft. Aber der Öffentliche Personennahverkehr und das Radverkehrskonzept hätten besser laufen können. Da kann ich mehr Leute an einen Tisch holen.“

Astrid Salle-Eltner (SPD) sagte, dass die Innenstadtsituation verbessert werden müsste. Sie forderte Angebote für Jugendliche. „Wir müssen das Pflaster so gestalten, dass es von Senioren ebenso gut begehbar ist wie von Frauen mit Absatzschuhen.“

Pink erzählte freilich, warum er Bürgermeister bleiben wolle: „Das ist ein toller Beruf. Man kann viel gestalten. Wir wollen die Fußgängerzone erneuern. Wir haben das Jugendparlament gegründet. Wolfenbüttel ist gut aufgestellt. Nach zehn Jahren Rot/Grün habe ich als Bürgermeister viele Baustellen übernommen.“

Ein Politik-Leistungskursus hatte sich eine Vielzahl von Fragen für die drei Bürgermeister-Kandidaten ausgedacht. Alle Fragen projizierten sie mit einem Beamer an die Wand hinter den Kandidaten. Es ging um die Finanzsituation der Stadt, die Wirtschaft, den Nahverkehr, Bildung und Jugend und Politik. Anderthalb Stunden standen die Kandidaten Rede und Antwort. Zu jedem Themenblock durften sie ein Thema benennen, das ihnen eine Herzensangelegenheit sei.

Brix erklärte unter anderem die Entwicklung der Wolfenbütteler Innenstadt zur Herzensangelegenheit. Salle-Eltner forderte die Schaffung eines Ansiedlungsmanagers. Pink dazu: „Den haben wir schon. Wir haben einen Wirtschaftsmanager.“ Salle-Eltner konterte: „Das meine ich nicht. Es muss eine Kraft sein, an die sich jeder mit seinen Anliegen wenden kann.“ Pink beharrte: „Das gibt es.“ Seine Herzensangelegenheit: die Jugend zu aktivieren, sich in die Politik einzubringen.

Letzte Runde: Regionsdebatte. Salle-Eltner ist keine Freundin der Regionsbildung. Brix favorisiert die Aufgabe der Kreisfreiheit von Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter zugunsten einer Region. Pink ist ein glühender Verfechter der Region.

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