10000 Besucher in der Galerie auf Zeit

Wolfenbüttel  Die Kunstausstellung Artgeschoss soll 2014 wiederholt werden, aber nicht im Hertie-Kaufhaus.

Magnus Kleine-Tebbe schaut sich im Artgeschoss im ehemaligen Wolfenbütteler Hertie-Kaufhaus Bilder von Klaus G. Kohn an.

Magnus Kleine-Tebbe schaut sich im Artgeschoss im ehemaligen Wolfenbütteler Hertie-Kaufhaus Bilder von Klaus G. Kohn an.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Ein „Kunstinteressierter“ konnte die Eröffnung der internationalen Kunstausstellung Artgeschoss im ehemaligen Hertie-Kaufhaus Anfang Mai gar nicht abwarten. Er versuchte schon in der Nacht vor der Vernissage einen Blick auf die Kunstwerke zu werfen. Er löste bei diesem nächtlichen Einbruch jedoch die Alarmanlage aus, erinnert sich City-Managerin Nina Heptner an diesen ersten, allerdings ungebetenen Gast in der Galerie auf Zeit, die im ehemaligen Kaufhaus eingerichtet worden war.

Inzwischen wird die Kunst-Schau abgebaut. Und Heptner zog eine positive Bilanz. 10 000 Besucher wurden in der Ausstellung, die drei Wochen dauerte, gezählt. Schon zur Vernissage waren 450 Besucher erschienen, um damit auch ihr Interesse an dieser für Wolfenbüttel einmaligen Kunstschau zu dokumentieren.

Allein am Eröffnungswochenende kamen 2500 Besucher, berichtete Heptner. Am letzten Tag, an dem noch eine Finissage stattfand, kamen trotz Dauerregens noch einmal 950 Besucher, von denen viele fragten, ob es nächstes Jahr eine Wiederholung dieser Kunstausstellung geben wird.

„Es wird eine Wiederholung geben“, erklärte dazu Bürgermeister Thomas Pink. Allerdings steht noch nicht fest, an welchem Ort sie stattfinden wird, denn das Hertie-Kaufhaus wird 2014 zu diesem Zweck nicht mehr zur Verfügung stehen. Entweder hat die Stadt dann das von ihr zum 1. Januar erworbene Gebäude weiterverkauft oder es befindet sich dann, so die Vorstellung der Stadt, in einer Umbauphase, damit dort wieder Geschäfte einziehen können.

Die 43 nationalen und internationale Kunstschaffenden aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Plastik, Bildhauerei und Installation waren mit dem Verlauf der Ausstellung sehr zufrieden. Etwa 50 der insgesamt 350 gezeigten Exponate konnten in der Preisspanne von 150 bis 2000 Euro je Werk sogar verkauft werden. Außerdem habe die Schau das Interesse von Galeristen für einige Künstler geweckt, wusste Ausstellungskurator Dmitrij Schurbin.

Und auch die Besucher äußerten sich sehr positiv über diese Galerie auf Zeit in einer ungewohnten Umgebung. Im Gästebuch fand Heptner Äußerungen wie „Wäre schön, wenn das hier so bleiben könnte“, „Hervorragende Auswahl der Künstler“, „Für jeden etwas dabei“ oder „Viel besser als der Einzelhandel hier“.

Auch Leser unserer Zeitung äußerten sich extrem positiv. So schrieb Gisela Ludwig aus Braunschweig:

„Was für ein Glück! Wir haben eine Ausstellung gesehen, die unglaublich ist! Unglaublich groß und unglaublich vielfältig, mit viel Liebe und Sachverstand zusammengestellt.“

Auf unseren Facebook-Seiten war zudem folgendes Statement zu finden: „Vielen Dank für dieses künstlerische Highlight in einer spitzen Kulisse! Klein aber wundervoll, genau wie Wolfenbüttel!“

Einige Künstler haben sich bereits für 2014 angemeldet, berichtete die Citymanagerin, die mit derartigen Aktionen für die Übergangszeit bis zur Neunutzung etwas Leben in die Hertie-Immobilie hineinbringen will.

Abschließend verriet Heptner: „Wir hoffen in etwa drei 3 Wochen eine neue Lokation für Artgeschoss bekanntgeben zu können.Die Ausstellung soll 2014 wahrscheinlich zwei Monate dauern.“

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