Künstler schafft regionales Kreuz

Wolfenbüttel  Die Christus-Skulptur aus Eichenholz ist zudem Teil der Ausstellung Artgeschoss.

Eine 2,5 Tonnen schwere und 3 Meter hohe Christus-Statue wurde am gestrigen Vormittag vor dem Eingang des ehemaligen Hertie-Hauses platziert. Sie gehört zur vom 4. bis 26. Mai stattfindenden Ausstellung Artgeschoss (wir berichteten bereits), mit der im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhauses am Wolfenbütteler Schlossplatz neues Leben einkehren soll, ehe dort wieder der Einzelhandel einziehen wird.

Die Figur, die auch schon in Braunschweig am Bahnhof stand, wirbt für das Reformationsjubiläum 2017, berichtete der aus Bremen stammende Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe. 2017 wird an Martin Luthers 95 Thesen erinnert, die er 1517 an der Wittenberger Schlosskirche angebracht hat.

Der 46-jährige, inzwischen in Braunschweig lebende Künstler war gestern bei der Aufstellung der Figur persönlich anwesend. Er richtete sie so aus, dass die Fußgänger in der Wolfenbütteler Fußgängerzone die „zwei verschiedenen Gesichter, die zwei verschiedenen Seelen“, die auch Jesus Christus auszeichneten, sehen können, je nachdem, ob sie vom Großen Zimmerhof oder von der Löwenstraße auf das ehemalige Kaufhaus zugehen.

Für das Werk hat der Bildhauer in 350 Jahre altes Eichenholz von einem Baum am Braunschweiger Petritor-Wall in zweimonatiger Arbeit die Gesichter von Jesus Christus eingearbeitet. Die von der Karin-und-Jochen-Prüsse-Stiftung bezahlte Skulptur soll Teil eines regionalen Kreuzes werden, berichtete der Künstler.

Weitere Skulpturen zu den Luther-Themen Schrift, Glauben und Gnade sollen entstehen und so im Bereich der Braunschweigischen Landeskirche aufgestellt werden, dass sie ein Kreuz bilden. Als Standorte sind Bienrode, Werla burgdorf, Thiede, Denkte und Wolfenbüttel vorgesehen.

Die Skulptur wird also über die zeitlich begrenzte Ausstellung im Hertie-Kaufhaus hinaus in Wolfenbüttel bleiben. Der genaue Standort steht allerdings noch nicht fest.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder