Bücherbus muss erhalten werden

Zum Artikel „Vorerst bleibt der Bücherbus erhalten“ vom 10. Januar:

Bücherbus bleibt erhalten? Die Überschrift „Vorerst bleibt der Bücherbus erhalten“ erweckt beim flüchtigen Lesen zunächst eine gewisse Zufriedenheit, ein wichtiger Teil der Kultur bleibt auch für uns auf dem Lande lebende Bürger zugänglich.

Schon in der Überschrift muss jedoch das Wort „vorerst“ misstrauisch machen. Später wird ausgeführt, dass der Landrat Jörg Röhmann beim Einbringen des Haushaltentwurfs 2013 bereits angedeutet habe, „dass es Veränderungen beim Bücherbus des Landkreises geben könnte“.

Als zum Anfang des Jahres 2012 bereits die Frequenz auf einmal im Monat halbiert wurde, war die Aufregung schon groß. Sie wich dann Ärger, als die Spatzen von den Dächern des Dorfgemeinschaftshauses pfiffen und während erregter Diskussionen im völlig überfüllten Bücherbus immer wieder zu hören war, dass der Bücherbus dem Landrat schon lange – so wörtlich – ein Dorn im Auge sei.

Dass nun hausintern ein Konzept für die Leistungen und Angebote der Kreisbücherei entwickelt wird, lässt uns ahnen, was da auf uns zukommen soll: die Abschaffung.

Wir werden sehr genau beobachten, wer hier was durchsetzt. Bis dahin fragen wir uns, was wir dringender brauchen, den Landrat oder den Bücherbus. Es schmerzt, dass man in der Lessingstadt Wolfenbüttel einen Leserbrief wie diesen schreiben muss.

Wilhelm Schulze-Marmeling, Weddel

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