Leser beklagt sich über eine Tauben- und Rattenplage in Adersheim

Adersheim  Die Stadt Wolfenbüttel legt Köder gegen Ratten aus. Der Vermieter schreitet ein.

In Adersheim werden Tauben – hier ein Symbolbild – gefüttert. Das lockt Ratten an.

In Adersheim werden Tauben – hier ein Symbolbild – gefüttert. Das lockt Ratten an.

Foto: dpa

Ein Leser, der anonym bleiben möchte, erzählt, dass er in Adersheim zu Besuch gewesen sei. Ihm seien die vielen Tauben in der Ernst-Hasenjäger-Straße aufgefallen. „Nach längerem Beobachten des munteren Treibens kamen auch noch ohne Scheu die Ratten hinzu.

Der Leser will erfahren haben, dass die Tiere von zwei Anwohnern der Straße gefüttert würden. Selbst eine Abmahnung des Vermieters an die Mieter habe keinen Erfolg gebracht, schreibt unser Leser und fragt: „Kann man die Verursacher nicht mit aller Härte des Gesetzes abstrafen oder seitens der Vermieter das Mietverhältnis kündigen?“

Die Anwohner der Ernst-Hasenjäger-Straße hätten inzwischen resigniert und sich mit der, wie unser Leser findet, „unerträglichen Situation“ wohl abgefunden.

Thorsten Raedlein, Pressesprecher der Stadt Wolfenbüttel, stellt zunächst einmal klar, dass das Füttern von wildlebenden Tauben verboten sei. Aus der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Wolfenbüttel sei zu entnehmen, dass dieses Verbot für alle öffentlichen Straßen und Anlagen im gesamten Stadtgebiet gelte.

Sofern konkrete Anzeigen vorlägen, könnten die Verstöße geahndet werden, wenn die Tiere im öffentlichen Bereich gefüttert werden. Raedlein: „Dies ist leider bei einer anonymen Meldung über Alarm 38 nicht der Fall.“ Ansonsten obliege es dem Grundstückseigentümer, gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen gegenüber den Vermietern zu treffen.

Raedlein weiter: „Wenn Bürger der Stadt Ratten melden, wird ein Unternehmen beauftragt, Maßnahmen zur Beseitigung zu ergreifen. Dies erfolgt in der Regel in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Grundstückseigentümer.“

Dirk Meier, Ortsbürgermeister in Adersheim, ist das Problem bekannt: „Im vergangenen Herbst haben wir Kontakt mit der Stadt Wolfenbüttel aufgenommen.“ Vertreter der Stadt hätten veranlasst, gegen die Ratten Köder auszulegen. „Dann hat sich die Situation vorübergehend gebessert. Vielleicht blieben sie auch wegen der Kälte fern. Klar ist, dass die Ratten vom Acker angelockt werden, wenn die Tauben gefüttert werden“, so Meier.

Als Vermieter teilt Markus Hering, Geschäftsführer der Wobau, mit: „Der Mieter, der die Tauben füttert, ist uneinsichtig. Es gibt einen Rechtsstreit. Das Mietverhältnis ist gekündigt. Das ist das letzte Mittel.“

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