VW-Musterklage: 28.000 Dieselfahrer haben sich registriert

Wolfsburg.  Die Verbraucherklage gegen den Volkswagen-Konzern kann damit verhandelt werden. Die Kläger wollen von VW Schadenersatz.

Mehr als 28.000 Dieselfahrer schließen sich der Verbraucherklage gegen Volkswagen an. Damit kann die Klage jetzt vor Gericht verhandelt werden.

Mehr als 28.000 Dieselfahrer schließen sich der Verbraucherklage gegen Volkswagen an. Damit kann die Klage jetzt vor Gericht verhandelt werden.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern trifft auf großes Interesse. In dieser Woche erst wurde beim Bundesamt für Justiz in Bonn das Klageregister eröffnet, in das sich vom Abgas-Betrug betroffene VW-Kunden eintragen können. Seitdem haben sich dort bereits rund 28.000 Verbraucher registriert.

Das bestätigte der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) am Freitag unserer Zeitung. Lediglich 50 wären erforderlich gewesen, um das Verfahren ins Rollen zu bringen. Der VZBV hat gemeinsam mit dem ADAC die Klage beim Oberlandesgericht Braunschweig eingereicht.

Das Gesetz, das die Musterfeststellungsklage ermöglicht, war erst am 1. November in Kraft getreten. Ziel der Klage ist, gerichtlich klären zu lassen, ob die VW-Kunden einen Anspruch auf Schadenersatz haben und wie hoch dieser wäre. Dabei geht es um Modelle der Marken VW, Audi, Skoda und Seat mit dem Motor EA 189.

Die Kosten für die Klage tragen nicht die registrierten Kunden, sondern die Kläger. Sollten VZBV und ADAC die Klage gewinnen, müssten die registrierten VW-Kunden zwar ihre Ansprüche einzeln geltend machen. Allerdings wären die zuständigen Gerichte an das Urteil gebunden. Wer sich im Klageregister anmeldet, kann jedoch keine eigene Klage mehr erheben.

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