Verhärtete Fronten im Käfer-Streit

Braunschweig.  Im Prozess um Forderungen der Tochter von Karosseriebauer Komenda in Braunschweig ist keine Einigung in Sicht.

Ferdinand Porsche 1939 auf einer Versuchsfahrt in den österreichischen Bergen.

Ferdinand Porsche 1939 auf einer Versuchsfahrt in den österreichischen Bergen.

Foto: dpa

Im Streit um Ansprüche am Käfer-Nachfolger Beetle ist am Mittwoch am Landgericht Braunschweig keine Einigung erzielt worden – auch ein Urteil zeichnete sich noch nicht ab. Das bisher einzig Unstrittige: Karosseriebauer Erwin Komenda war an der Entwicklung des Ur-Käfers in den 1930er Jahren beteiligt. Die Tochter des Verstorbenen, Ingrid Steineck, fordert nun eine nachträgliche Vergütung von VW, ihrer Meinung nach ist ihr Vater der Urheber des Käfer-Designs – VW sieht das anders. Beide Seiten zeigten sich in der ersten Gerichtsverhandlung unnachgiebig.

Das Landgericht Stuttgart hatte eine ähnliche Klage zu Porsche-Modellen abgewiesen. Nachdem der Streitwert dort auf 43 Millionen Euro festgelegt wurde, fordert die Klägerin in Braunschweig nur noch bis zu fünf Millionen Euro für Beetle, die seit 2014 verkauft wurden – um das Kostenrisiko des Prozesses zu senken.

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