Spielerische Ostertage – Diese neuen Spiele lohnen sich

Essen  Die Osterfeiertage bieten eine Gelegenheit, mit der ganzen Familie ein neues Spiel auszuprobieren. Doch welche lohnen sich wirklich?

Ein neues Gesellschaftsspiel ausprobieren? Wir haben einige Neuerscheinungen getestet.

Ein neues Gesellschaftsspiel ausprobieren? Wir haben einige Neuerscheinungen getestet.

Foto: Westend61 / Getty Images/Westend61

Endlich, die Osterferien sind da! Und egal welche Aktionen auf dem Programm stehen und egal wie das Wetter wird: Ab und zu ein paar Partien zu spielen, bietet sich immer an. Doch welche der vielen aktuellen Neuerscheinungen taugen etwas und sind empfehlenswert? Nachfolgend eine Auswahl unserer Spiele-Expertin:

Für Knobelfreunde

Wie genial ist das denn: Ein Spiel für Fünfjährige, das auch Erwachsenen Spaß machen kann? Tatsächlich ist „Coïnx“ in seinen höheren Schwierigkeitsstufen eine ziemliche Herausforderung.

Im Einstiegslevel ist es noch einfach, die farbigen Spielsteine so auf die Aufgabenkarten zu legen, dass durch die Löcher in den Steinen die Augen der Naturmonster Coïnx herausschauen.

Schließlich geben deren Augen auf den Karten die Farbe des Steins vor, der über den Coïnx liegen soll. Schwierig wird es allerdings, wenn in höheren Levels keine Farbvorgaben mehr gemacht werden.

Fazit: Ein super Solospiel für Alt und Jung mit 38 Knobelaufgaben.

Für Paare

Das Faszinierendste an „Imhotep – Das Duell“ ist, dass in jeder Partie zu fast jedem Zeitpunkt eine prickelnde Spannung zu spüren ist. Wo platziert der Gegner seine Figur? Welches Plättchen will er sich schnappen? Kann ich ihm zuvorkommen und ihm einen Strich durch die Rechnung machen?

Alle diese Fragen treiben die Spieler um und fordern volle Konzentration. Denn wer sich ablenken lässt oder es verpasst, das Tun seines Gegenübers zu verfolgen, kann rasch ins Hintertreffen geraten.

Wichtig ist es, das Punktepotenzial der einzelnen Bereiche bestmöglich auszuschöpfen und auch die blauen Sonder-Plättchen nicht außer Acht zu lassen. Mit ihnen können kleine Vorteile in große Siegchancen verwandelt werden.

Fazit: Ein tolles Spiel für zwei Personen.

Für Pfiffige

Welch ein gelungenes Geschicklichkeits- und Merkspiel! Bei „Purzelbaum“ spielen sich Kinder von vier Jahren an durch die Jahreszeiten – und zwar auf sehr anschauliche Art und Weise. Im Frühling stecken sie Blätter an die Äste eines dreidimensionalen Baumes, im Sommer kommen Nüsse dazu.

Im Herbst gilt es, mithilfe der Blätter und einer geschickten Stellung des Stammes und der Äste, eine Nuss in ein Loch in der Spielschachtel zu schubsen. Im Winter müssen die Spieler dann die unter Schnee-Plättchen verdeckten Nüsse in den Löchern wiederfinden. Gar nicht so einfach!

Fazit: Ein pfiffiges und optisch wunderschön gestaltetes Kinderspiel aus hochwertigem Material – reizt zum Mitmachen.

Für Kindergartenkinder

Wer den Nachwuchs in Bewegung sehen möchte, bringt am besten „Turn-Domino“ auf den Tisch. Denn die Regel sagt: Immer dann, wenn ein Spieler ein Kärtchen an ein bereits ausliegendes Kärtchen legt, muss er diejenige Bewegung machen, die auf seinem Kärtchen abgebildet ist.

Super ist, dass die Abbildungen selbsterklärend sind. Also los: Arme kreisen, Bein hoch und darunter klatschen, eine Standwaage machen oder wie ein Hampelmann hüpfen.

Die Kinder lernen, Farbe an Farbe anzulegen, und freuen sich, die gezeigten Übungen von Hase Emmi und Bär Benni nachmachen zu dürfen.

Fazit: Gelungene Domino-Variation für Kindergartenkinder.

Für Würfelfreunde

Keine Frage: Würfelspiele sind Glücksspiele. Bei „Hex Roller“ können clevere Taktiker allerdings selbst ihr Glück in die Hand nehmen, zumindest ein bisschen. Entscheidend ist: Welche Zahlen wähle ich am schlauesten aus, um das Beste aus dem aktuellen Wurf herauszuholen?

Je nach Spieler wird die Antwort anders ausfallen, denn nur durch Zufall kommt es vor, dass die Spieler gleiche Zahlen aussuchen und dann auch noch an den gleichen Stellen auf ihrem Zettel eintragen.

Wie oft und wo die Einträge erfolgen, ist dank der übersichtlichen Anleitung einfach zu verstehen. Wer seine Boni clever einsetzt, lu­krative Punktquellen im Blick behält und Verbindungen zwischen den vorgedruckten Zahlen schafft, hat gute Chancen auf den Sieg. ­

Fazit: kurzweilig, eingängig, gut.

Für Schulanfänger

Fragen sind der Weg zur Lösung. Ganz nach diesem Motto wurden auf den 50 Karten von „Zahlenraten“ nicht nur die Zahlen 1 bis 50, sondern auf der Rückseite auch Fragen aufgedruckt.

Sie helfen beim Finden der Zahl, die der Rabe-Spieler zu Beginn der Partie geheim auf ein Blatt geschrieben hat. Der Ratende hat falsch getippt? Dann einfach die Karte umdrehen und vorlesen.

Zum Beispiel „Ist die gesuchte Zahl größer als 11?“, „Ist die Zahl kleiner als 31?“ oder „Ist die Ziffer 8 dabei?“ Durch die Antworten des Rabe-Spielers wird die Auswahl immer kleiner. Da die Fragen auch symbolisch dargestellt sind, können schlaue Kinder selbst ohne Erwachsene und Vorleser klarkommen.

Fazit: Prima, um das Ausschlussverfahren zu lernen und mit Zahlen vertraut zu werden.

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