Wedemeyers VfL-Ziel: Unverzichtbar werden

Wolfsburg.  Das Eigengewächs der Wolfsburger Fußballerinnen verlängert ihren Vertrag frühzeitig bis 2022 und will sich im Team festbeißen.

Joelle Wedemeyer hat ihren Vertrag beim VfL verlängert.

Joelle Wedemeyer hat ihren Vertrag beim VfL verlängert.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Immer wenn die Diskussion nach der Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Profifußballerinnen des VfL aufkommt, dann führen die Verantwortlichen Joelle Wedemeyer ins Feld. Das Eigengewächs kam 2011 aus Wolfenbüttel, schaffte 2013 den Sprung in den Bundesliga-Kader. Zwölf Klub-Titel kann sie mit in Anspruch nehmen. Ihren Durchbruch schaffte die 24-Jährige aber in der abgelaufenen Saison. Nun hat Wedemeyer ihren Vertrag in Wolfsburg frühzeitig – und wie gewohnt um nur ein Jahr – verlängert. Sie bleibt bis 2022 bei den Grün-Weißen.

„Im letzten Jahr“, erzählt die Defensivallrounderin, „habe ich mich sportlich weiterentwickelt und einen Schritt nach vorne gemacht. Daran möchte ich anknüpfen und zu einer unverzichtbaren Kraft werden.“

Highlight: Tor zum DM-Titel 2019/20

Im vergangenen Jahr kam Wedemeyer erstmals auf eine zweistellige Anzahl an Bundesliga-Einsätzen (16), und obendrein erzielte sie im Heimspiel gegen Freiburg das Tor, das die Meisterschaft zugunsten des VfL entschieden hat.

Ralf Kellermann, der sportliche Leiter der Fußballerinnen, betont: „Es ist wirklich toll zu sehen, wie sich Joelle im Laufe der letzten Jahre von einer Nachwuchsspielerin zu einer festen Größe in unserem Kader entwickelt hat. Sie ist an der Konkurrenzsituation immer gewachsen, hat diese als positiv angenommen und sich nie von ihrem Weg abbringen lassen.“

Flexibilität als Wedemeyers Plus

Ein großes Plus der U20-Weltmeisterin von 2014 ist dabei ihre Flexibilität: Vorzugsweise kommt sie in der Innenverteidigung zum Einsatz, sie bearbeitete aber auch schon beide defensive Flügelpositionen und die Position im defensiven Mittelfeld.“

Die frühzeitige Vertragsverlängerung schließt für die Verantwortlichen schon einmal eine Baustelle. Denn nach der aktuellen Saison steht ein weiterer Umbruch bevor: Ingrid Engen und Fridolina Rolfö sind kaum zu halten. Ihre Verträge laufen genauso aus wie die von Lena Goeßling, Anna Blässe, Zsanett Jakabfi, Lara Dickenmann und Keeperin Friederike Abt. Mit Stephan Lerch wird auch der Trainer den Klub nach dann vier Jahren verlassen.

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