VfL-Frauen – Doorsoun humpelt, Harder schweigt

Wolfsburg.  Wie geht es für Sara Doorsoun und Pernille Harder weite? Zur Verletzung und zum Abschied hält sich der VfL Wolfsburg noch bis Dienstag zurück.

Im Hintergrund humpelt VfL-Verteidigerin Sara Doorsoun auf Gehhilfen die Landebahn entlang.

Im Hintergrund humpelt VfL-Verteidigerin Sara Doorsoun auf Gehhilfen die Landebahn entlang.

Foto: Jörg Kleinert

Es tat schon beim Hinschauen weh: Während Trainer Stephan Lerch und einige Spielerinnen des Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg auf dem Rollfeld des Waggumer Flughafens in die Mikrofone und TV-Kameras sprachen, quälte sich im Hintergrund die im Endspiel gegen Lyon schon nach 35 Minuten am Knie verletzte Sara Doors oun auf Gehhilfen gestützt aus der Chartermaschine. Eine Manschette, die vom Oberschenkel fast bis zum Sprunggelenk reichte, stützte das beschädigte Gelenk der Abwehrspielerin.

Wie schwer die Verletzung der 28-Jährigen ist, wird erst eine MRT-Untersuchung zeigen, sagte VfL-Sprecher Dirk Zilles. An Spekulationen wolle er sich nicht beteiligen, Knieverletzungen seien nun mal komplex. „Das Ergebnis der Untersuchung werden wir frühestens am späten Dienstag mitteilen können.“

Harder „versteckt“ sich

Einen großen Bogen um sämtliche Mikrofone und Kameras machte nach der Landung VfL-Topangreiferin Pernille Harder, die vor einem Wechsel zum FC Chelsea steht. Die Dänin nahm, im Gegensatz zu ihren Mitspielerinnen, den Mund-Nasen-Schutz nicht ab – fast wirkte es, als wolle sie bloß keine Emotion zeigen. Über die Zukunft der 27-Jährigen äußert sich der VfL offiziell ebenfalls erst am Dienstag. Es ist aber davon auszugehen, dass die Dänin in wenigen Stunden erneut in einen Flieger steigt – in einen, der von Hannover Richtung englische Hauptstadt abhebt.

Wohl ohne Harder geht es für die VfL-Frauen nach dem verlorenen Königsklassen-Finale bereits am Freitag mit dem Bundesliga-Auftakt gegen die SGS Essen weiter. „Wir brauchen noch ein, zwei, drei Tage, um das Erlebte zu verarbeiten“, sagte VfL-Spielerin Alexandra Popp. Viel geschlafen habe sie in der Nacht nicht. „Man versucht, die Niederlage zu verarbeiten, aber so richtig verarbeitet ist sie noch lange nicht.“ Ihr Trainer zeigte Verständnis: „Wir sind jetzt alle müde und kaputt, aber wir werden uns schütteln und dann geht es am Freitag in der Bundesliga weiter.“

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