Die VfL-Frauen spazieren ins Pokal-Viertelfinale

Wolfsburg.  Der Bundesliga-Spitzenreiter setzt sich bei Drittligist FC Forstern mit 9:0 durch. Jakabfi steuert einen Dreierpack bei.

Klatsch' ein: VfL-Trainer Stephan Lerch ist mit seinen Wolfsburgerinnen locker-leicht ins Pokal-Viertelfinale eingezogen.

Klatsch' ein: VfL-Trainer Stephan Lerch ist mit seinen Wolfsburgerinnen locker-leicht ins Pokal-Viertelfinale eingezogen.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Pflichtaufgabe erfüllt! Das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Süd-Regionalligist FC Forstern stellte für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg keine allzu hohe Hürde dar. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch setzte sich in der 4000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Erding in einer erwartet einseitigen Partie mit 9:0 (5:0) durch.

Der Bundesliga-Spitzenreiter bleibt somit fast auf den Tag seit fünf Jahren im Pokal ohne Niederlage. Die letzte Niederlage in diesem Wettbewerb kassierten die Wolfsburgerinnen am 16. November 2013 (0:1 beim 1. FFC Frankfurt). Die VfL-Tore zum standesgemäßen Erfolg in Bayern erzielten die an diesem Tag überragende Zsanett Jakabfi (14. Minute, 39., 58.), Joelle Wedemeyer (25.), Anna Blässe (29.), Caroline Hansen (42., 65.), Pernille Harder (57.) und Anna-Lena Stolze (84.).

Eine Niederlage mit sechs Toren wäre ihm durchaus recht, hatte Thomas Urbaniak, Technischer Leiter beim FC, vor der Partie gegenüber der heimischen Presse verkündet. Es blieb indes bei dem Wunschgedanken, denn dem offensiven Dauerdruck des Favoriten hielt die Abwehr des Regionalliga-Dritten nur eine knappe Viertelstunde lang stand. In der 14. Minute knackte Dreifach-Torschützin Jakabfi erstmals den Defensivriegel des Regionalligisten, der mit dem Ziel in die Partie gegangen war, so lange wie möglich die Null zu halten.

Innenverteidigerin Wedemeyer verdoppelte die Wolfsburger Führung in der 25. Minute mit ihrem Premieren-Treffer im VfL-Trikot. Die 2000 Zuschauer – der FC hätte nach eigenen Angaben auch 6000 Tickets verkaufen können – waren früh mucksmäuschenstill.

Die Lerch-Elf behielt auch in der Folgezeit das Heft des Handelns und machte in nahezu jeder Szene auf dem holprigen Geläuf auf der Forsterner Sportanlage die Qualitätsunterschiede deutlich. Die spiegelten sich bis zur Pause auch in Zahlen wider, Blässe, Jakabfi und Hansen per Hammer-Freistoß erhöhten die VfL-Führung bis zum Seitentausch auf 5:0.

Nur gut, dass die Fans der Oberbayern irgendwann die Sprache wiederfanden und ihr Team in Durchgang 2 für nahezu jede gelungene Aktion lautstark feierten. Das Ergebnis schien für die Gastgeber längst zur Nebensache geworden. Nicht so für den VfL. Der hielt das Tempo und den Druck auf den Regionalligisten konsequent hoch. Harder, Jakabfi und Hansen schraubten das Resultat bis zur 65. Minute auf 8:0.

Ein zweistelliger Sieg des VfL wie in der zweiten Pokalrunde (11:0 gegen Hannover 96) schien möglich, doch in der Schlussviertelstunde entließ die Lerch-Elf ihre Gastgeberinnen aus der Dauer-Umklammerung.

Den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Stolze. Sie machte es ihrer Teamkollegin Joelle Wedemeyer nach und erzielte ihren ersten Pflichtspiel-Treffer – es war der 9:0-Endstand.

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