VfL Wolfsburg: Wer rutscht für Guilavogui aus der Startelf?

Wolfsburg.  Der Kapitän darf gegen Desna wieder ran. Entweder muss Brooks oder Lacroix den Platz räumen. „Beide haben es extremst gut gemacht“, so Schmadtke.

Gegen Leverkusen stark in der Abwehr: Maxence Lacroix (links) und John Anthony Brooks. 

Gegen Leverkusen stark in der Abwehr: Maxence Lacroix (links) und John Anthony Brooks. 

Foto: Darius Simka / regios24

Aus drei mach zwei: Ein Abwehrspieler des Trios Maxence Lacroix, Josuha Guilavogui und John Anthony Brooks muss auf die Bank, wenn der VfL Wolfsburg am Donnerstag (20.15 Uhr, AOK-Stadion) in der Europa-League-Qualifikation Desna Chernihiv empfängt. Für welche Kombination entscheidet sich Oliver Glasner?

Der VfL-Trainer muss auf dem Weg hin zu seiner Entscheidung keine Bauchschmerzen haben. Das hat die Bundesliga-Partie am Sonntag gezeigt. Weil Guilavogui gelb-rot gesperrt fehlte, durften Lacroix und Brooks gegen die hochgelobte Offensive Bayer Leverkusens ran. Erstmals überhaupt standen sie gemeinsam auf dem Rasen. Jörg Schmadtkes Urteil fällt äußerst positiv aus. „Sie haben es beide extremst gut gemacht“, sagt der Geschäftsführer. „Es ist eine gute Erkenntnis, dass unsere Abwehrreihe Stand gehalten hat. Wir haben unser Tor insgesamt gut verteidigt.“

Maßgeblich daran beteiligt: Lacroix, der sich in jedem Pflichtspielauftritt verbessert hat. Beim 4:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen Viertligist Union Fürstenwalde zeigte er einige Unsicherheiten, die das unterklassige Team aber nicht alle ausnutzte. Beim 4:0-Sieg in der Euro-League-Quali gegen die Albaner aus Kukesi wackelte die Abwehr ebenfalls einige Male. Aber gegen Leverkusen, den stärksten Gegner der Saison, war auch Lacroix am stärksten.

Neben ihm in der Abwehrmitte agierte Brooks sehr abgebrüht, weil Guilavogui, der gegen Fürstenwalde und Kukesi an Lacroix’ Seite gestanden hatte, gesperrt war. Der 27 Jahre alte US-Amerikaner hatte zuletzt einen für ihn ungewöhnlich schweren Stand. In der Vergangenheit hieß es immer: Ist Brooks fit, spielt er auch. Doch mit dieser Regel brach Glasner im Sommer. Im offenen Rennen um die beiden Abwehrplätze musste der US-Amerikaner dem umfunktionierten Guilavogui den Vortritt lassen. Wie wird’s am Donnerstag gegen Desna aussehen?

Guilavogui dürfte in die Startelf zurückkehren. Der Kapitän gehört allein qua Amt auf den Platz. Da die Plätze auf der Paradeposition des Franzosen im zentralen Mittelfeld mit Maximilian Arnold und Xaver Schlager belegt sind und dahinter noch Yannick Gerhardt mit den Hufen scharrt, dürfte Guilavogui in die Viererkette rutschen. Neben Lacroix oder neben Brooks?

Beide haben gegen Leverkusen gepunktet. Lacroix könnte nach drei Spielen über 90 Minuten in der ersten von vielen noch anstehenden englischen Wochen eine Pause bekommen, um im Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg (Sonntag, 18 Uhr) wieder frisch zu sein. Dann würde gegen die Ukrainer Brooks neben Guilavogui beginnen. Oder aber der US-Amerikaner macht seinen Platz wieder frei und überlässt den beiden Franzosen das Feld.

Gut für den Trainer, dass er mehrere Optionen hat, aus denen er ohne Bauchschmerzen wählen kann. Möglich, dass Glasner bald noch mehr personelle Möglichkeiten hat. Denn wegen des Ausfalls von Marin Pongracic (Pfeiffersches Drüsenfieber), dessen Rückkehr in den Sternen steht, könnte der VfL einen neuen Abwehrspieler holen. Dann würde es für Glasner heißen: Aus vier mach zwei.

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